Happy 2019 - Was uns im Bereich DevOps für dieses Jahr erwartet

München, Starnberg, 02. Jan. 2019 - Microservices & Container bestimmen nach DataStax künftig Datenbanken; zur Bedeutung des Data Managements im Kontext von KI und ML...

Zum Hintergrund: Entwickler nutzen inzwischen verstärkt Microservices für die Erstellung neuer Apps. Mit deren Hilfe können sie spezifische, auf ihre Anforderungen angepasste Komponenten nutzen, die ihren Job sehr gut erledigen. Sind sie erfolgreich, lassen sie sich schnell und problemlos skalieren. Allerdings erzeugen diese Komponenten immer mehr Daten und bei zustandslosen (stateless) Anwendungskomponenten muss man diese irgendwo speichern. Eine Möglichkeit besteht darin, zustandsbehaftete (stateful) Container-Instanzen zu nutzen, die im Zeitverlauf speichern können.

Patrick McFadin, VP Developer Relations bei DataStax (1), hat unter dem Motto „Was sich in Dingen Container, Microservices, DevOps, KI und Open Source 2019 aus Sicht des Entwicklers tun wird" dazu einen Blick in die Glaskugel gewagt. Seiner Meinung nach ist es demnach sinnvoller, eine Datenbank zu betreiben statt nur ‚stateful' Container-Instanzen zur Speicherung zu verwenden. Im kommenden Jahr gilt es daher besser zu verstehen, wie Datenbanken die spezifischen Anforderungen von Anwendungen erfüllen können; dies insbesondere so, dass bestehende Applikationen nicht neu geschrieben werden müssen.

1. Die nächste DevOps-Welle kommt!

Kubernetes ist im Moment ein echter Hype, um containerisierte Anwendungen zu skalieren. Aber so schnell Entwickler die positiven Seiten entdeckt haben, wird man auch erkennen, für welche Anwendungsszenarien die Plattform nicht optimal geeignet ist. Wenn es soweit ist, werden wir uns laut Patrick McFadin demnach verstärkt auf zwei Entwicklungen einstellen müssen: Zum einen könnte der Einsatz von Containern zurückgehen – natürlich nur dann, wenn das Problem nicht an überzogenen Erwartungen, sondern wirklich an der Plattform liegt. Und zweitens – und das ist laut McFadin das Entscheidende – werden Entwickler erkennen, dass es keine für jeden Zweck einsetzbare Container-Lösung gibt... vielmehr ist ein individueller Ansatz gefragt.

2. Anforderungen von Unternehmen an die Hybrid- oder Multi Cloud

Unternehmen werden in diesem Jahr mehr Hybrid- und Multi-Cloud-Anwendungen einführen und dabei müssen sie auch an die anfallenden Daten denken. Die Verwaltung wird somit mit zu einer der größten Herausforderungen für die Betreiber. Dies gilt insbesondere dann, wenn man sich nicht von einem einzigen Public-Cloud-Provider abhängig machen will.

Somit muss sich auch die Entwicklerseite stärker mit diesem Thema auseinandersetzen. Es geht darum, Daten und die enthaltenen Informationen dem gesamten Unternehmen zugänglich zu machen. Anwendungen müssen genau darauf ausgelegt werden. Vor allem für große Unternehmen, die es mit einem breiten Mix aus Hybrid Cloud Services sowie traditionellen und modernen Anwendungen zu tun haben, wird das Management der Daten damit zu einem vorrangigen Thema.

3. Zur Bedeutung von KI und Machine Learning für Daten

KI-Anwendungen leben von Daten, diese jedoch in unternehmensweite Prozesse einzugliedern ist aber nicht einfach. Cloud-Anbieter werden ihr Angebot an Tools und Funktionen erhöhen müssen, um dem Thema KI oder Machine Learning (ML) weiter an Komplexität zu nehmen. Künftig werden wir uns also weniger damit abgeben müssen, die passende Infrastruktur oder Algorithmen zu bauen, vielmehr wird es darum gehen, die richtigen Service-Anfragen an Cloud-APIs zu stellen.

4. Open Source im Jahr 2019 und darüber hinaus

2018 wurden teils hitzige Diskussionen über die Auswirkungen von Cloud Services auf Open-Source-Projekte geführt. Laut McFadin werden sich aber auch Fragen, inwieweit Cloud Service Provider diese Open-Source-Projekte nutzen dürfen, verstärkt stellen. Zitat: "Einige Projekte werden den Schritt wagen und konvertieren – allerdings erst nach vielen Debatten, die die Community sogar spalten könnten. Als Reaktion darauf werden die großen Cloud-Anbieter ihre Beiträge zur Förderung der führenden Projekte erhöhen. Das wiederum wird eine Unterstützung kleinerer Projekte schmälern."


(1) Die Abbildung zeigt Patrick McFadin, VP Developer Relations, DataStax (Bildquelle: DataStax)


Querverweise:

> Apache Cassandra Bloglink

> Apache Cassandra Storage Engine