Mögliche I/O-Probleme beim Betrieb virtueller Maschinen vermeiden

Starnberg, 5. Nov. 2015 - Neue DataCore Parallel I/O-Software, VVOL-Support und Installationsassistent für hyperkonvergente Systeme vorgestellt…

Zum Hintergrund: Bedingt durch den Leistungszuwachs von (x86) n-core-CPUs und dem raschen Anstieg von virtuellen Maschinen (VMs) rücken die Themen "Konvergenz" und "I/O-Management" stärker in den Fokus von Anwendern und Anbietern. VM-Storage-Performanceoptimierung jedenfalls ist bei schnell wachsenden und hochgradig virtualisierten Umgebungen meist ein Thema (Stichworte: I/O-Blender, noisy neighbour...). Read- und Write-Caching auf verschiedenen Ebenen (Array, Server, Drive) sind I/O-seitig wichtige Stellschrauben, um die I/O-wait-time zu begrenzen, aber sie sind je nach Umgebung und Verfahren aufwendig (Zeit / Know-how) und auf Grund der wachsenden Komplexität nicht immer pro-aktiv, da gering automatisiert.

Verschiedene Storage- und Server-SW-Anbieter mit Storage-Fokus wie Tintri, PernixData, Atlantis Computing oder auch Generalisten wie Nimble Storage (Adaptive Flash und neu im Gartner Magic Quadrant für General Purpose Disk Arrays) setzen in diesem Umfeld unter QoS-Aspekten technologisch an. Mit DataCore (Software-defined Storage und hyper-konvergente Virtual SAN-Lösungen) gab nun ein weiterer Storage Software-Anbieter und Pioneer für (x86) Serverbased (block) Storage Software Virtualisierung auf der VMworld Europe 2015 im Oktober den Markteintritt mit einem ersten Ausblick auf seine "Parallel I/O-Technologie" bekannt:

  • Die Neuentwicklung soll laut Anbieter die Performance in virtualisierten Systemen mit Mehrkern-Prozessoren vervielfachen und steigert damit Konsolidierungs-, Produktivitäts- und Einsparpotenziale.
  • Ferner stellte DataCore einen Installationsassistenten für hyper-konvergente Systeme mit DataCore™ Virtual SAN und vSphere vor und erweitert SANsymphony™–V um universellen Virtual Volumes (VVOL)–Support für Speicher, die VMware's vSphere–Schnittstelle nicht generisch unterstützen.

DataCore™ Adaptive Parallel I/O Software erlaubt es laut Hersteller*, virtuelle Maschinen dichter zu packen, aber gleichzeitig die I/O-Anforderungen von Enterprise-Anwendungen zu erfüllen. Workload-intensive Datenverarbeitungsprozesse wie etwa OLTP-, Echtzeitanalyse-, Business Intelligence- und Data Warehouse-Systeme sowie unternehmenskritische Applikationen wie Microsoft SQL Server, SAP- und Oracle-Datenbanken sollen davon profitieren. Zitat: "Die Kombination aus DataCore Parallel I/O-Software, immer dichter gepackten Multi Core-Prozessoren und effizienten CPU-Designs hebt Speicherserver und hyperkonvergente Systeme auf ein neues Niveau, das die Preis-Leistungs-Arithmetik im Storage-Markt massiv verändern wird“, sagt der DataCore-Vorsitzende Ziya Aral. Wir veröffentlichen in Kürze Benchmark-Tests, die diesen Durchbruch belegen.“

Universelle Virtual Volumes: VMware VVOL-Unterstützung für alle Ressourcen

DataCore erlaubt die Nutzung von VVOLs mit allen gängigen Speichersystemen sowie Flash Arrays über die Virtualisierungsschicht SANsymphony-V. Ebenso unterstützt werden Direct Attached-Speicher, die in einem hyperkonvergenten DataCore Virtual SAN genutzt werden. Administratoren können damit Virtual Volumes über vSphere aus dem virtuellen Speicherpool bereitstellen und mit Speicherqualitäten ausstatten, ohne auf die darunter liegende Hardware achten zu müssen.

Auf der VMworld Europe 2015 informierte DataCore zudem über weitere Entwicklungen wie die weltweite Partnerschaft mit Curvature für eine durchgängige Beschaffung und Bereitstellung von Speicherprodukten, Datenservices und zentralen Managementlösungen, vSphere-Wizard für die Einrichtung DataCore-hyper-konvergenter virtueller SANs auf ESXi-Clustern sowie Stretched Cluster-Architekturen für hyper-konvergente Systeme in Metro-Szenarien.

Quellen:

*Übersicht (PDF): DataCore Parallel I/O-Software