Splunk Studie zum Datenzeitalter: Dark Data als Hindernis für Zukunftstechnologien

München, Starnberg, 11. Sept. 2020 - Wie sind deutsche Unternehmen auf die Datenwelle vorbereitet? Das exponentielles Datenwachstum birgt diverse Herausforderungen...

Zum Hintergrund: Splunk Inc. - Anbieter der Data-to-Everything-Plattform - hat die Auswertungsergebnisse seiner aktuellen Befragung zur Datennutzung bekanntgegeben. Dazu untersuchte TRUE Global Intelligence im Auftrag von Splunk, wie gut Unternehmen auf das Datenzeitalter vorbereitet sind. Dazu wurden global 2.259 Führungskräfte aus Business und IT befragt, aus den Märkten Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, sowie USA, China und Australien. Laut Untersuchung befürchten danach 57 % der Befragten, die Datenmenge werde so schnell anwachsen, dass ihr Unternehmen nicht Schritt halten kann. (1)

Zwei Drittel (67 %) erwarten, dass sich allein die Datenmenge bis 2025 nahezu verfünffachen wird. Führungskräfte erkennen die große Chance dieses explosiven Datenwachstums und halten Daten für äußerst oder sogar sehr wertvoll für den Gesamterfolg (81 %), die Innovationskraft (75 %) und die Cyber-Sicherheit (78 %) ihrer Unternehmen. Dennoch berichten 66 % der Befragten weltweit, dass mindestens die Hälfte ihrer Unternehmensdaten Dark Data seien, also unerschlossene, ungenutzte oder völlig unbekannte Daten. Das ist laut Splunk Inc. ein zehnprozentiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Deutsche Unternehmen sind vorbereitet, sehen Dark Data aber als Hindernis für Zukunftstechnologien

Die Studienergebnisse aus Deutschland zeigen, dass Unternehmen hierzulande im Jahr 2025 mit einem 4,5-fachen Anstieg der Datenmenge im Vergleich zu heute rechnen. Über die Hälfte der 250 Befragten (44 % Mittelstand, 56 % Großunternehmen) gibt an, dass das Datenvolumen bereits jetzt so schnell ansteigt, dass ihr Unternehmen nicht mehr mit der Entwicklung Schritt halten kann. Die Unternehmen spüren die Datenwelle, bereiten sich jedoch schon aktiv darauf vor oder sind bereits vorbereitet. Weitere Ergebnisse aus Deutschland: 

  • Positive Prognose: 86 % der deutschen Befragten erklären, dass ihre Unternehmen sich bereits gezielt zukunftssicher aufstellen, um für die kommende Datenwelle gewappnet zu sein. Nur 19 % der deutschen Befragten geben an, dass es in ihrem Unternehmen eine große Verunsicherung diesbezüglich gibt. 41 % verspüren hingegen keinerlei oder nur eine geringe Verunsicherung. Es zeigt sich eine generell positive Grundeinstellung: Fast drei Viertel der Unternehmen sind überzeugt davon, dass sie die Flut von Daten erfolgreich meistern werden. Nur die Befragten aus China sind mit 96 % noch positiver eingestellt.

  • Dark Data als Herausforderung und Chance zugleich: 55 % der deutschen Befragten schätzen, dass es sich bei mindestens 50 % ihrer Unternehmensdaten um Dark Data handelt. Die Mehrheit der Befragten sieht die Gründe dafür in der Technologie oder den technischen Prozessen – beides Gründe, die durch ein optimiertes Datenmanagement und neue Softwarelösungen behoben werden könnten. Darüber hinaus begreifen 71 % der Befragten die Datenwelle auch als Chance, sich proaktiv mit Dark Data in ihrem Unternehmen auseinanderzusetzen. 62 % der deutschen Unternehmen gehen dieses Problem bereits an: Sie versuchen, der Datenwelle einen Schritt voraus zu sein, indem sie Dark Data identifizieren und nutzbar machen.

Hindernisse für wichtige Technologien:

Die sechs wichtigen Zukunftstechnologien KI, 5G, Blockchain, IoT, AR/VR, Edge Computing stoßen in Deutschland hauptsächlich auf strukturelle Hindernisse. Am häufigsten werden folgende genannt:

  • Mangel an Fachpersonal
  • Schwierigkeiten beim Identifizieren von Dark Data
  • Schwierigkeiten bei der Verwaltung und Nutzung von Daten
  • Mangelndes Technologieverständnis.

Die Studie zeigt somit, dass Dark Data und der Fachkräftemangel in Deutschland nicht nur aktuell als großes Problem wahrgenommen werden, sondern auch eine Hürde für den zukünftigen Durchbruch von wichtigen Technologien darstellen. Eine Optimierung des Big Data Managements könnte in deutschen Unternehmen den Fortschritt von Zukunftstechnologien wie 5G erheblich vorantreiben.

* Unterschiede je nach Branche: Nach Schätzung der befragten Deutschen sind verschiedene Branchen unterschiedlich gut aufgestellt, um von der Datenwelle profitieren zu können, angeführt vom Finanzsektor (57 %), der Fertigungsbranche (45 %) und dem Gesundheitswesen (27 %). Der öffentliche Sektor ist am wenigsten auf den Anstieg des Datenvolumens vorbereitet.

Globale Ergebnisse im Überblick: Die Studie ergab darüber hinaus, dass Länder wie die USA und China, die als Technologieführer gelten, eher optimistisch bezüglich ihrer Fähigkeit sind, die Chancen des Datenzeitalters zu nutzen. 

  • 90 % der Befragten aus China erwarten einen Anstieg des Datenwerts und bereiten sich entsprechend vor. 83 % der chinesischen Unternehmen bewerten den Einfluss neuer Technologien optimistisch und bereiten sich auf ein schnelles Datenwachstum vor. Der weltweite Durchschnitt liegt bei nur 47 %.

  • 59 % der Führungskräfte aus den USA vertrauen auf ihre Fähigkeit, sich auf ein schnelles Datenwachstum vorzubereiten und sind daher zumindest einigermaßen zuversichtlich.

  • In Frankreich geben 59 % der Befragten an, dass in ihrem Unternehmen niemand über die Auswirkungen des Datenzeitalters spricht. 

  • In Japan erklären 67 % der Befragten, dass ihr Unternehmen Mühe habe, mit den Entwicklungen Schritt zu halten. Das sind mehr als im globalen Durchschnitt (58 %). 

  • Die Führungskräfte aus dem Vereinigten Königreich nutzen neue Technologien noch in geringem Umfang, sind jedoch optimistisch, was deren Einsatz in der Zukunft betrifft. 19 % geben an, dass sie gegenwärtig KI/ML-Technologien nutzen. 58 % erklären, dass sie diese Technologien in naher Zukunft nutzen werden. 


Abb. 1: Die wichtigsten neuen Technologien, oder was das Datenzeitalter vorantreibt… (Bildquelle: Splunk)


Branchenvergleich: Einige Branchen sind besser vorbereitet als andere

Die Studie gibt zahlenmäßigen Aufschluss über den Beginn des Datenzeitalters und den branchenübergreifenden Einsatz neuer Technologien:

  • Branchenübergreifend hat das Internet of Things (IoT) die meisten aktuellen Nutzer (allerdings nur 28 %), 5G hat die wenigsten Nutzer und weist mit 2,6 Jahren die kürzeste Implementierungs-Timeline auf.
  • Bei fünf der sechs untersuchten Technologien ist die Finanzbranche bezüglich der aktuellen Entwicklung von Use-Cases führend. Der Einzelhandel rangiert bei den meisten Technologien an zweiter Stelle, hinkt jedoch beim Einsatz von KI beachtlich hinterher.
  • 62 % der Unternehmen im Gesundheitswesen erklären, dass mindestens die Hälfte ihrer Daten Dark Data sind. Zudem haben sie Mühe, ihre Daten zu verwalten und zu nutzen.
  • Der öffentliche Sektor hinkt beim Einsatz neuer Technologien hinterher.
  • In der Fertigungsbranche prognostizieren mehr Führungskräfte als in jedem anderen Sektor ein Ansteigen des Datenvolumens (78 %). 76 % erwarten, dass der Wert von Daten weiter steigen wird.  

Fazit von Doug Merritt, Präsident und CEO von Splunk: „Das Datenzeitalter hat begonnen. Wir können jetzt anhand konkreter Zahlen belegen, dass Daten weltweit und branchenübergreifend in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken. Diese neue Studie zeigt, dass Unternehmen zwar den Wert von Daten verstehen, jedoch mit der Aufgabe überfordert sind, sich auf die vielen Chancen und Risiken einzustellen, die diese neue Realität mit sich bringt“. 

(1) Quelle / Informationen: Der vollständige Bericht mit dem Titel „Das Datenzeitalter hat begonnen. Sind Sie bereit?“ kann ab sofort kostenfrei bei Splunk hier heruntergeladen werden. 


Querverweise zum Thema: