Eni nimmt mit Dell Technologies HPC5 neuen industriellen Supercomputer in Betrieb

Frankfurt/M., Starnberg, 21. Febr. 2020 - Der HPC5 mit bis 52 Petaflops im Green Data Center von Eni wurde auf maximale Energieeffizienz ausgelegt und nutzt Solarenergie...

Zum Hintergrund: Der italienische Gas- und Erdölkonzern Eni, in Deutschland unter der Marke Agip mit 420 Service-Stationen vertreten, hat in enger Zusammenarbeit mit Dell Technologies den HPC5 genannten Supercomputer ans Netz genommen. Dieser soll nach vorliegenden Informationen der aktuell weltweit schnellste Supercomputer sein, der einem privatwirtschaftlichen Unternehmen gehört. HPC5, basierend auf Servern von Dell Technologies, erreicht demnach eine Spitzenleistung von 52 Petaflops. Der HPC5 wurde in Zusammenarbeit mit Dell Technologies mit Blick auf eine besonders hohe Energieeffizienz und einen möglichst geringen CO2-Verbrauch entwickelt. Die im südlich von Mailand gelegenen Green Data Center erzeugte Solarenergie wird dabei zur Reduzierung der Emissionen genutzt.

Im HPC5-Supercomputer rechnen 1.820 Dell EMC PowerEdge C4140 Server. Jeder dieser Server ist mit zwei Intel Xeon Scalable Gold 6252 Prozessoren mit jeweils 24 Kernen und integrierter KI-Beschleunigung sowie vier GPU-Beschleunigern vom Typ Nvidia V100 Tensor Core ausgestattet. Verbunden sind die Server über ein Mellanox InfiniBand HDR-Netzwerk mit einer Geschwindigkeit von 200 Gbit/s.

Die vollständige Non-Blocking-Topologie soll eine größtmögliche Effizienz bei der Verbindung von Server mit Datenspeicher liefern. Der HPC5 erreicht nach vorliegenden Angaben eine Spitzenleistung von 52 Petaflops (Billiarden Operationen pro Sekunde); dies stellt danach ein sowohl in der Öl- und Gasbranche als auch im Industriesektor bislang unerreichtes Verarbeitungsniveau dar.


Abb. 1: (Bildquelle: ENI)

(1) Quelle / Link > https://www.eni.com/en-IT/operations/green-data-center-hpc5.html

Eni nutzt den HPC5 mit seiner parallelen Architektur für die Verarbeitung von Big Data aus dem operativen Geschäft. Mit Hilfe komplexer Algorithmen werden dreidimensionale seismische Bilder verarbeitet, Lagerstätten simuliert und Produktionsabläufe optimiert. Der Gas- und Erdölkonzern ist zudem in der Lage, neue KI-basierte Ansätze zur Energiegewinnung und -verarbeitung zu entwickeln. Der Supercomputer ermöglicht auf Basis der GPU-Plattform von Nvidia, Forschungs- und Entwicklungsprogramme für den Übergang zu nicht-fossilen Energiequellen zu beschleunigen.   

Kommentar Claudio Descalzi, CEO von Eni: „Eni stellt einen Supercomputer vor, dessen Fähigkeiten in der industriellen Welt einzigartig sind. Das System ist in der Lage, die hochkomplexen Prozesse, die die Mitarbeiter von Eni bei ihrer Arbeit unterstützen, zu fördern, noch weiter zu verfeinern und damit unsere digitale Transformation zu beschleunigen. Wir befinden uns an einem Wendepunkt: Es ist ein weiterer Schritt vorwärts auf dem Weg zu dem globalen Ziel, das wir mit unseren Forschungs- und Technologiepartnern teilen – die Energie von morgen so schnell wie möglich Realität werden zu lassen“.


Querverweis:

Unser Beitrag > Gestiegene Speicheranforderungen im Zuge der Entwicklung von KI-Anwendungen