SUSE Longhorn v1.1. erweitert Kubernetes-native Speicherfunktionen für Edge-Szenarien

Nürnberg, Starnberg, 29. Jan. 2021 - In Verbindung mit Rancher ermöglicht die neue Version das Management persistenter Daten; Microservices-zentrierter, Cloud-nativer Storage…

Zum Hintergrund: SUSE stellt Longhorn 1.1 vor. Seit Oktober 2019 ist Longhorn ein Sandbox-Projekt der Cloud Native Computing Foundation CNCF. Mit der allgemeinen Verfügbarkeit von Longhorn im Juni 2020 ist die Adaption danach um 235 Prozent gestiegen und das Projekt ist heute laut SUSE eine zentrale Größe, wenn es um Kubernetes und Storage geht. Die neue Version ermöglicht Rancher-Anwendern die Nutzung einer Kubernetes-nativen Speicherlösung auf eingeschränkter Hardware in Edge-Umgebungen.

Mit Longhorn 1.1 können DevOps-Teams von der einfachen Verwaltung persistenter Daten in beliebigen Kubernetes-Umgebungen sowie einem herstellerneutralen Ansatz für Cloud-nativen Speicher für den Unternehmenseinsatz profitieren. Rancher-Anwender erhöhen mit diesem neuen Update die Belastbarkeit ihrer Edge-Umgebungen, etwa durch ARM64-Unterstützung, neue Selbstheilungsfunktionen und verbesserte Transparenz bei der Performance von Longhorn 1.1.

  • Laut Gartner sollen bis zum Jahr 2025 drei Viertel der von Unternehmen generierten Daten an der Edge produziert und verarbeitet werden – außerhalb von traditionellen  Rechenzentren oder einer Cloud. (1) Angesichts diesen Wachstums adressiert Longhorn 1.1 für Entwickler die zukunftssichere Erstellung von Anwendungen und die Speicherung von Daten in Edge-Umgebungen auf ressourcenbeschränkten Geräten.

Was bringt Longhorn 1.1?

Longhorn ist 100 Prozent Open Source, Microservices-zentriert und Cloud-nativer Speicher für Kubernetes-Anwendungen. Longhorn 1.1 bringt eine Vielzahl neuer Funktionen und Verbesserungen für DevOps-Teams in Unternehmen, darunter:

  • Zuverlässiger Kubernetes-nativer Speicher an der EdgeLonghorn 1.1 erweitert Kubernetes-native Speicherfunktionen für Edge-Szenarien
  • Unterstützung für ARM64 – eine der am häufigsten von der Community geforderten Funktionen.

Leistung von Containern steigern

Longhorn bietet jetzt ReadWriteMany-Unterstützung über Container hinweg. Damit steht Entwicklern eine effiziente Lösung für persistenten Speicher zur Verfügung, mit der Volumes jederzeit über mehrere Container hinweg gelesen und geschrieben werden können. Im Gegensatz zu 'ReadWriteOnce'-Methoden erlaubt es Longhorn 1.1, Speicher-Volumes zwischen verschiedenen Pfaden auf unterschiedlichen Knoten zu teilen.


Abb. 1: Highly available persistent storage for Kubernetes / How Longhorn works (Bildquelle: Longhorn)

Anmerkung zur Abbildung: In der Vergangenheit war es für ITOps und DevOps schwierig, replizierten Speicher zu Kubernetes-Clustern hinzuzufügen. Infolgedessen unterstützen nur wenige Cloud-gehostete Kubernetes-Cluster keinen persistenten Speicher. Externe Speicher-Arrays sind nicht portabel und können sehr teuer sein. Longhorn bietet vereinfachten, einfach zu implementierenden und zu aktualisierenden, 100 % quelloffenen, cloud-nativen persistenten Blockspeicher ohne den Kostenaufwand von Open-Core- oder proprietären Alternativen.


Mehr Transparenz und Unterstützung für den Betrieb

  • Longhorn 1.1 soll bessere Einblicke und Funktionalitäten in die Speicherinfrastruktur von Unternehmen bieten. Die neue integrierte Unterstützung für Prometheus bietet Anwendern Echtzeitmetriken über den Zustand ihres Speichers (Überwachung, Ressourcennutzung, Tracking usw.). Anwender profitieren so von einem deutlich detaillierteren Blick auf die Cluster-Performance. Durch die Unterstützung für CSI Snapshotter können Benutzer Backups über "kubectl" erstellen/wiederherstellen.

Verbesserte Wartungsfunktionen

  • Eine weitere Neuerung in Longhorn 1.1 sind die erweiterten Funktionen zur Wartung von Knoten. Longhorn unterstützt jetzt Kubernetes-Drain-Operationen zur Anwenderunterstützung bei der sicheren Wartung von Knoten. Zusätzlich können mit Longhorn 1.1 die vorhandenen Disks auf einem neuen Knoten erkannt werden, was Cloud Providern eine bessere Betriebsumgebung bietet.

Erhöhte Leistung

  • Ganz oben auf der Prioritätenliste steht für die meisten Unternehmen die Vermeidung von Netzwerkproblemen. Mit Longhorn 1.1 wurde eine neue Datenlokalitäts-Funktion eingeführt, um die Resilienz bei instabilen Netzwerkbedingungen (z.B. in Edge-Szenarien) zu erhöhen. Diese neue Funktion erhält eine Speicherreplik lokal zum Workload selbst und stellt sicher, dass der Zugriff auf den Speicher nie verloren geht, selbst wenn der Knoten vorübergehend die Netzwerkverbindung verliert.

Longhorn 1.1 ist laut Entwickler unkomplizierter als andere Software-definierte Speicherlösungen. Es ist darauf ausgerichtet, schnellen und zuverlässigen Speicher für die meisten Anwendungsfälle zur Verfügung zu stellen, ohne den Ballast älterer Ansätze. Bestehende Nutzer von Rancher können Longhorn aus dem App-Katalog von Rancher installieren. Außerdem kann Longhorn kostenlos heruntergeladen und eingesetzt werden. Für Kunden, die Support benötigen, steht ein Premium Support-Modell zur Verfügung, das die gleichen SLAs wie die SUSE Support Services bietet. Es fallen laut SUSE keine Lizenzgebühren an, und die knotenbasierten Subscription-Preise beschränken die Kosten auf ein Minimum.

(1) Quelle / Links / weitere Informationen:


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