Garching, Starnberg, 31. August, 8. Sept. 2011 – Neue Brocade VDX Switches und automatisiertes Virtual Machine-Management für konvergente Netze und virtualisierte Infrastrukturen...
Zum Hintergrund: Die aktuellen Erweiterungen des Brocade Ethernet Fabric-Portfolios auf Basis der sog. VCS (Virtual Cluster Switching) - Technologie des Herstellers verbessern die Erkennung virtueller Maschinen (VMs), vereinfachen Verwaltungsaufwendungen und reduzieren den operativen Overhead (OPEX).
Warum sind Ethernet Fabrics für virtualisierte Rechenzentren interessant und worin liegen die Vorteile?
Klassische Ethernet-Netze sind traditionell hierarchisch in mehreren Layers aufgebaut. Der Traffic fließt innerhalb dieses logischen Baums im RZ also z.B. zwischen Serverracks von nach oben und unten und Latenzzeiten bzw. Bandbreiten-Engpässe bei Inter-Switch Links (ISL) sind die Folge. Das Spanning Tree Protocol (STP) verhindert zwar Loops, indem nur ein aktiver Pfad oder Interswitch-Link (ISL) zwischen jeweils zwei Switches erlaubt ist. Das bedeutet aber, dass die ISL Bandbreite auf eine einzige Verbindung begrenzt ist: Mehrere Pfade zwischen den Switches sind verboten.
Ethernet Fabrics repräsentieren eine neue Technologie-Kategorie innerhalb des Rechenzentrums: Sie arbeiten ohne Spanning-Tree-Protokoll (STP) als flaches Layer-2 Netzwerk mittels einer „Selbst-Aggregation von ISL-Verbindungen zwischen den angebundenen Switches, wodurch die manuelle Konfiguration von LAG-Ports überflüssig ist und damit die geforderte skalierbare Bandbreite ohne QoS-Beeinträchtigung zur Verfügung steht. Die Fabric unterstützt dabei alle gängigen Netzwerk-Topologien wie Baum, Ring oder Mesh. Aktive ISLs bieten die nötige Skalierbarkeit des Netzwerkes, je nachdem wie das Verkehrsaufkommen wächst.
Bei der Evaluierung von entsprechenden Lösungen ist darauf zu achten, dass Ethernet Data Center Bridging (DCB), TRILL (Transparent Interconnection of Lots of Links) und Fiber Channel over Ethernet - Standards Produkt- und Anbieterseitig unterstützt werden um sicherzustellen, dass wichtige Entwicklungen wie Lossless Ethernet und Low-latency beim Aufbau der konvergenten Netzwerk-Architektur berücksichtigt werden.
Durch das neue Brocade Ethernet Fabric-Portfolio ergeben sich für Rechenzentrums-betreiber kurzgefasst folgende Vorteile:
- Automatisierte Erkennung, Konfiguration und Mobilität der VMs innerhalb der Ethernet Fabric.
- Doppelte Anzahl von Switches pro VCS-Fabric für erhöhte Skalierbarkeit des Netzwerks.
- Der neue 10 Gigabit Ethernet (GbE) VDX 6730 Data Center Switch verbindet VCS Ethernet Fabrics und Fibre Channel SAN Fabrics; bereits vorhandene Investitionen in FC SAN-Infrastrukturen bleiben gesichert.
- Neuer 1/10 GbE VDX 6710 Data Center Switch liefert einen kostengünstigen Einstieg in die VCS Fabric-Technologie und erlaubt die Anbindung von 1 GbE Servern an Ethernet Fabric-Umgebungen und klassische LAN-Strukturen.
- Brocade Network Advisor Software vereint das Management von Ethernet Fabrics mit anderen LAN-, SAN- und Application-Delivery-Infrastrukturen innerhalb einer einzigen Applikation und Schnittstelle.
- Details zu den neuen Produkten und weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite unter > http://www.brocade.com
Die Neuerungen bieten aus Virtualisierungssicht den Vorteil, eine Integration von Ethernet Fabrics mit VMware vCenter herzustellen und reduzieren dabei die Gesamtkosten der Netzwerkadministration ebenso wie das Ausfallrisiko (QoS-Aspekt). In der Ethernet Fabric arbeitende VMs werden anhand der in vCenter gespeicherten Daten automatisch konfiguriert. Werden VMs verschoben, behalten sie automatisch ihre zugewiesenen Connectivity-Services, d.h. Mobilität ohne manuelle Portkonfiguration oder Rekonfiguration... Durch die automatisierte, Weitergabe der Informationen zwischen den Fabric-Knoten ist es möglich, die gesamte Fabric leichter zu verwalten und operative Kosten zu senken.
Bislang ist das Konfigurieren konventioneller Netzwerke für virtualisierte Datacenter oft fehlerbehaftet weil komplex, zeitaufwendig und damit kostenintensiv. Durch die sichere Verbindung zu vCenter liefert die neue VCS Fabric konsistente Server- und Netzwerkkonfigurationen. Aus Storage-Sicht dabei wichtig: Ethernet-basierte Server erhalten den Zugang zu Daten in FC SANs. Da sie VCS Fabric-kompatibel sind, lassen sich traditionelle Netzwerkarchitekturen relativ unkompliziert auf Ethernet Fabrics umrüsten; ein wichtiges Infraststrukturelement für hochgradig virtualisierte RZ-Umgebungen.
Für die Netzwerkadministration ist weiterhin der neue Brocade Network Advisor als einheitliche Netzwerkmanagementplattform für IP- und SAN-Umgebungen vorgestellt worden. Er verwaltet alle VCS-Knoten wie einen einzigen logischen Switch und bietet Funktionen wie die Zuordnung von VMware Port-Gruppen zu Port-Profilen für Fabric- und vCenter-Instanzen. Migrationen von VMs innerhalb und außerhalb der Ethernet Fabric sind damit umsetzbar.
Der aktuelle Brocade 1860 Fabric (Server-) Adapter unterstützt FC, Fibre Channel over Ethernet und Ethernet. Dies ermöglicht eine flexible Server-I/O-Konsolidierung für 16 Gbps FC und 10 GbE; für Storage-Anwendungen sind laut Hersteller über eine Million IOPS erzielbar. Zusätzlich vereint er das Management von Adapter-, SAN- und LAN-Ressourcen über die singuläre Benutzeroberfläche im Brocade Network Advisor. Die neuen Systeme sind laut Anbieter ab Anfang September 2011 erhältlich. Weitere Informationen des Hersteller finden Sie auch unter