FabricPath + Applikationsoptimierung im WAN
5. Juli 2010 - Cisco hat sein Data Center 3.0-Portfolio stark erweitert, um nach eigenen Angaben den “Transformationsprozess in Rechenzentren voranzutreiben...” Im Fokus der Neuentwicklungen stehen sowohl höhere Flexibilität-/Skalierbarkeit, als auch Optimierungsfunktionen für virtualisierte IT-Umgebungen sowie Vereinfachungen bei Cloud-Anwendungen. Technologische Basis stellt die Cisco Unified Fabric – Architektur dar, die nun erweiterte Möglichkeiten bietet, wie Rechenzentren ihre Private- & Public Cloud Infrastrukturen aufbauen und verwalten können. Kurzgefasst wurden folgende Neuerungen vorgestellt:
1. Cisco FabricPath: neue Funktion für das Betriebssystem NX-OS; es ermöglicht Rechenzentren, Lasten dynamisch und flexibel den Anforderungen entsprechend zu verteilen – wichtig z.B. bei Cluster-Systemen oder beim High Performance Computing. Cisco FabricPath steht in engem Zusammenhang mit Data Center Bridging und dem in der Entwicklung befindlichen IETF-Standards TRILL (Transparent Interconnection of Lots of Links).
2. Neues I/O Modul für den Nexus 7000 mit bis zu 320Gps Switching Kapazität: Es stellt mehr Performance bei weniger Stromverbrauch zur Verfügung und bietet laut Hersteller geringere Latenzzeiten bei höherer Wirtschaftlichkeit. Unterstützt werden Data Centere Bridging, TRILL und zukünftig (über einen Software Update) FCoE; sowohl 10- als auch 1-Gigabit-Ports sind supported.
Anwenderzitat: "Die FabricPath-Fähigkeiten innerhalb von Cisco NX-OS bieten eine dramatische Steigerung der Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit im Netzwerk unseres Service-Rechenzentrums“, sagt Klaus Schmid, Head of DC Network & Operating bei T-Systems International. Und weiter: "FabricPath erweitert die Vorteile des Nexus 7000, da er die Plattform-Vereinheitlichung vorantreibt, den Betrieb vereinfacht und laufende Kosten senkt.“
3. Cisco Wide Area Application Services WAAS können in Zweigstellen als “On-Demand”-Service nun über einen Cisco Integrated Services Router ISR G2 bereitgestellt werden. Cisco WAAS wurde zur Performanceoptimierung von Anwendungen im Weitverkehrsnetz entwickelt und stellt in vielen Unternehmen eine zentrale Rolle bei der standortübergreifenden IT-Konsolidierung dar. In der neuen Version 4.2 bietet Cisco WAAS insbesondere die Optimierung von Web-Applikationen – sowohl im eigenen Rechenzentrum wie auch als Software as a Service (SaaS) aus der Cloud. Darüber hinaus verbessert Cisco WAAS Mobile 3.5 nach Angaben des Herstellers die Performance für mobile User, gerade bei Nutzung öffentlicher Cloud-Services. Weiterhin wurde der Catalyst-Switch 4948E vorgestellt: Er basiert auf der Catalyst 4900er Serie, bietet Wire-Speed IPv6 und zusätzliche Automatisierungsfunktionen.
4. Für die RZ-Automatisierung sind neue Service-Angebote verfügbar – darunter sog. Cisco Intelligent Automation Solution for IT Services. Darin enthalten sind Tools zur Echtzeit-Orchestrierung von RZ-Prozessen sowie zur automatischen Batch-Verarbeitung. Cloud Enablement Services und ein Design-Guide für private Cloud-Architekturen dienen Betreibern zum schnelleren Aufbau von Cloud Services.