München, Starnberg, 28. Juni 2013 - Cisco stellt auf seiner Live - Messe in Orlando eine neue Netzwerk-Architektur für (software-definierte) Rechenzentren vor...
Zum Hintergrund: Software Defined Networks (SDN) sind auf dem Vormarsch, denn Sie bilden technologisch einen wichtigen Baustein für Software Defined Datacenter und die konsequente Weiterführung der Virtualisierung auf allen Ebenen des Infrastruktur-Stacks. Neben ersten Anbieterlösungen von Brocade oder Juniper stellt Cisco hierzu nun einen erweiterten Technologieansatz vor. Dieser wurde laut Hersteller entwickelt, um stark anwendungszentrierte Infrastrukturen zu ermöglichen. Die neue Infrastruktur soll es der IT damit leichter machen, Geschäftsanwendungen schnell mit einem simplen Betriebsmodell bei optimierten Kosten bereitzustellen. Eine offene, programmierbare- und automatisierte Infrastruktur ist laut Cisco dafür notwendig, vor allem um die Anforderungen von Cloud-Modellen und Big Data-Anwendungen zu erfüllen.
Cisco hat hierzu übrigens einen kaum beachteten Spin-In bei dem Start-up "Insieme Networks" getätigt. Insieme arbeitet bereits an einem erweitertem SDN-Ansatz in Bezug auf das Design eines extrem skalierbaren Fabric Controllers...
http://www.insiemenetworks.com/
Mehr Informationen zum Thema SDN finden Sie auch auf dieser Seite unter folgendem Link:
http://www.storageconsortium.de/content/search/node/SDN
Der Hersteller hat im Rahmen dieser Ankündigung ferner zwei zentrale Erweiterungen innerhalb seines Unified Fabric-Portfolio angekündigt: Die Lösung "Dynamic Fabric Automation (DFA)" automatisiert die Netzwerk-Bereitstellung und soll das Fabric-Management simplifizieren, bei höherer Effizienz-/Skalierbarkeit. Das Nexus 7000-Portfolio wird mit den neuen Nexus 7700 Serie Switches und neuen F3 Serie I/O-Modulen ergänzt und bietet höchste 40G/100G-Skalierbarkeit sowie umfangreiche Switching-Funktionen. Hier nun ein kurzer Überblick zu den Ankündigungen.
1. Die neue anwendungszentrierte Infrastruktur liefert:
- Flexibilität – jeder Workload an jedem Ort: Das Ausrollen von Anwendungen verkürzt sich über eine vollständig automatisierte und programmierbare Netzwerk-Infrastruktur.
- Gemeinsame offene Plattform für physikalische, virtuelle und Cloud-Infrastrukturen: Die Architektur ermöglicht eine vollständige Integration, unabhängig ob physikalisch oder virtuell – mit der Flexibilität von Software und der Performance und Skalierbarkeit von Hardware.
- Einheitliche System-Architektur: Ein holistischer, vereinfachter Ansatz mit Integration von Infrastruktur, Services sowie Sicherheit und Erweiterbarkeit für zukünftige Services.
- Gemeinsame Richtlinien, Verwaltung und einheitlicher Betrieb: Ein gemeinsames Richtlinien- Management-Framework und Betriebsmodell für die teamübergreifende Automation von Netzwerk- und Sicherheits-Anwendungen, zukünftig erweiterbar um Server und Storage.
- Offene Schnittstellen, Open Source und herstellerunabhängig: Unterstützt eine große Vielfalt an Partnerlösungen durch ein umfassendes, öffentlich verfügbares Set an offenen Schnittstellen.
- Nutzung von eigenentwickelten AISCs und Standard ASICs: Ein ausgewogener Ansatz bietet schnellere Innovationsgeschwindigkeit und V orteile für die Kunden, wie zum Beispiel ein optimales Preis / Performance V erhältnis mit bestmöglichem Investitionsschutz.
2. Unified Fabric mit Cisco Dynamic Fabric Automation (DFA)
- Optimierte Fabric-Infrastruktur für mehr Effizienz und Skalierbarkeit: Optimierte Topologien mit erweiterter Kontrollebene, nahtlose Integration von physikalischen und virtuellen Umgebungen ermöglichen größte Flexibilität und Mobilität von Workloads.
- Einfacheres Fabric-Management mit offenen Schnittstellen für effizienteren Betrieb: Cisco Prime DCNM 7.0 bietet zentralisierte Fabric-V erwaltung inklusive automatischer Netzwerk-Provisionierung, einheitlichem Fabric-Zugang und umfassender Transparenz. Offene Schnittstellen ermöglichen bessere Integration mit Orchestrierungs- und Automatisierungs- Tools sowie zu Cloud-Plattformen.
- Cisco Prime Data Center Network Manager (DCNM) 7.0: Einheitliches Management automatisiert und vereinfacht das Infrastruktur- Deployment, umfasst dynamische Infrastruktur- Bereitstellung für virtuelle Maschinen sowie Troubleshooting-Tools.
- Cisco Prime Network Controller 3.6: Erzeugt dynamisch die notwendigen Netzwerkdienste, kommuniziert mit dem Cisco Nexus 1000V und gibt alle relevante Informationen an DCNM weiter.
- Automatische Provisionierung für größere Agilität: Ermöglicht Netzwerk Automation und vereinfacht das Bereitstellen von physikalischen und virtuellen Servern. Auf Templates basierend können Netzwerk-Policies automatisch erstellt und angewendet werden. Das stellt eine große Vereinfachung für den Betrieb der Infrastruktur dar.
3. Neue Nexus 7700 Switches und Module
- Cisco erweitert das Nexus 7000 Portfolio mit neuen Nexus 7700 Serie Switches, nämlich Nexus 7710 (10-Slot) und Nexus 7718 (18-Slot).
- Die F3 Serie I/O-Module, die von 7000 und 7700 Serie Switches unterstützt werden, bieten eine große 40G/100G-Dichte, verbessern die Energieeffizienz um 60 Prozent und unterstützen zahlreiche Data Center Switching-Funktionen.
- Nexus 7718 liefert derzeit laut Hersteller die höchste Dichte in einem 40G- und 100G-Switch mit bis zu 384 40Gbps-Ports und 192 100Gbps-Ports sowie eine Gesamt-Switchingkapazität von bis zu 83Tbps.