
Modernisierung von VM-Infrastrukturen über integrierte Funktionen für Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung. Anwendungskonsistenter Restore und unterbrechungsfreie Verlagerung laufender Volumes zwischen Clustern…
Hintergrund
VMware-Kunden nutzen bisher bei Replikation, Failover, Wiederherstellung und Workload-Mobilität vSAN, vMotion, Storage vMotion sowie Site Recovery Manager. Wenn Unternehmen ihre VM-Workloads auf eine Kubernetes-basierte Virtualisierung umstellen, sind diese integrierten Funktionen für Geschäftskontinuität (B/C) und Disaster Recovery (D/R) auf Speicherebene typischerweise kein Standardbestandteil der zugrunde liegenden Speicherplattform.
Disaster Recovery auf Speicherebene für OpenShift erforderte in der Regel eigene Speicher-Add-ons, die auf jedem Worker-Knoten sowohl am Primär- als auch am Wiederherstellungsstandort separat lizenziert werden, was sie dann zur teuersten Einzelkomponente des Plattform-Stacks machen kann.
Der jetzt vorgestellt Lösungsansatz des (deutschen, aber international agierenden...) Storageanbieters Simplyblock soll es in dem genannten Zusammenhang laut Entwickler überflüssig machen, Speicher, B/C und D/R als jeweils separate Komponenten zu behandeln.
Ankündigungsübersicht
Simplyblock - eine softwaredefinierte (Block-) Speicherplattform für Red Hat® OpenShift® und Kubernetes (1) - hat am 29. Sept. 2026 nun offiziell das Update seiner Lösung für OpenShift-Virtualisierung und die OpenShift Container Platform mit einem umfassenden Satz integrierter Funktionen für Geschäftskontinuität und Disaster Recovery auf Speicherebene bekanntgegeben. Die Software ist laut Entwickler ab sofort verfügbar und wird ausgeliefert.
Anstatt dass Kunden ein separat lizenziertes DR-Produkt erwerben und bereitstellen müssen, bietet Simplyblock synchrone und asynchrone Replikation, Failover-/Failback-Wiederherstellung sowie Offsite-Schutz als integrierte Funktionen seiner Speicherplattform. Simplyblock gewährleistet laut Anbieter die Verfügbarkeit von Workloads standortübergreifend, eine anwendungskonsistente Wiederherstellung sowie die unterbrechungsfreie Verlagerung laufender Volumes zwischen Clustern. (2)
Hindernisse bei der VMware-Migration und verschiedene Ansätze zum Schutz von VM-Workloads über Cluster und Standorte
1. Synchrone (Metro-)Replikation zwischen Standorten:
„Für Standorte in unmittelbarer Nähe unterstützt simplyblock die synchrone Replikation durch verteilte Erasure-Codierung in einer Stretch-Cluster-Konfiguration und gewährleistet so Geschäftskontinuität mit einem RPO von Null, wenn Workloads eine kontinuierliche Datenverfügbarkeit über Standorte hinweg erfordern.
2. Asynchrone Replikation mit RPOs von nur einer Minute: Simplyblock repliziert Volumes kontinuierlich zwischen Clustern – mit delta-basierter Replikation, automatisiertem Failback und aktiver Überwachung des Replikationsrückstands sowie anwendungskonsistenter Wiederherstellung über zugehörige Volumes und Workloads hinweg. Dies ermöglicht es Unternehmen, ein niedriges Recovery Point Objective aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den Replikationsstatus zu überwachen.
3. Live-Forward-Replikation von Volumes über Cluster hinweg: Laufende Volumes können ohne Unterbrechung zwischen Clustern verschoben werden, was eine vMotion-ähnliche Workload-Mobilität für Wartungsarbeiten, Hardware-Erneuerungen, geplante Infrastrukturänderungen und Cluster-Verlagerungen ermöglicht.
4. Sicherung und Wiederherstellung über externen S3-Speicher: Unternehmen können ihre Daten zusätzlich extern schützen, indem sie Backups in einem beliebigen S3-kompatiblen Objektspeicher erstellen, was eine zusätzliche Wiederherstellungsoption unabhängig von der primären Speicherumgebung bietet.“

Bildquelle: Simplyblock
Kommentarauszug Rob Pankow, CEO von simplyblock. „...indem wir DR und Geschäftskontinuität direkt in simplyblock integrieren, bieten wir eine vollständig integrierte Speicherplattform, die Kunden Replikation, Wiederherstellung und Offsite-Schutz bietet, ohne dass sie eine separate Produktpalette zusammenstellen oder eine separat lizenzierte DR-Ebene erwerben müssen.“
Zusammen bieten diese Funktionen Unternehmen eine Grundlage auf Speicherebene zum Schutz von virtuellen Maschinen, die auf OpenShift Virtualization laufen, und zwar cluster- und standortübergreifend. Die Funktionen ergänzen zudem OpenShift-Umgebungen, die Multi-Cluster-Management und -Orchestrierung nutzen. Simplyblock arbeitet auf der Speicherebene und bietet die Grundlage für Datenreplikation und -schutz, auf der umfassendere Disaster-Recovery-Workflows auf Cluster-Ebene aufgebaut werden können.
Fazit der Ankündigung
Kubernetes und OpenShift werden beliebter. Das Fehlen integrierter Funktionen für Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung hat es jedoch bislang erschwert, den Umstieg von Hypervisoren oder hyperkonvergenten Infrastrukturen zu vollziehen. Simplyblock adressiert mit seiner jetzt vorgestellten Softwarelösung diese Herausforderung.
Die integrierten Funktionen für Geschäftskontinuität und Disaster Recovery, die Teil der softwaredefinierten Speicherplattform simplyblock für OpenShift Virtualization und OpenShift Container Platform sind, bilden die Grundlage auf Speicherebene für die Disaster Recovery von VM-Workloads in Unternehmen über Cluster und Standorte hinweg.
Quelle, Anbieter:
(1) Simplyblock ist eine softwaredefinierte Speicherplattform, die speziell für Red Hat® OpenShift®, Kubernetes und moderne zustandsbehaftete Workloads entwickelt wurde. Laut Entwickler kann durch die Kombination von NVMe over TCP und NVMe over RDMA mit SPDK-Beschleunigung eine Blockspeicherleistung auf Enterprise-Niveau erreicht werden - ohne proprietäre Hardware oder Anbieterabhängigkeit.
(2) Die Plattform unterstützt hyperkonvergente und disaggregierte Bereitstellungsmodelle und umfasst Copy-on-Write-Snapshots, Erasure-Coding, Thin Provisioning, mandantenfähige QoS sowie einen Kubernetes-CSI-Treiber. Simplyblock unterstützt Umgebungen wie Red Hat® OpenShift®, SUSE® Rancher®, Talos Linux, Proxmox VE und die wichtigsten Cloud-Anbieter.
Querverweis:
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