Starnberg, 4. April 2011 – Cisco erweitert sein Data Center Fabric FCoE - Portfolio – Unterstützung der MDS Multihop FCoE-Module durch NetApp Storage und Emulex UCNAs…
Zum Hintergrund: Ausgangspunkt für die Entwicklung von FCoE war die Zunahme des Bedarf nach Vereinheitlichung und Konvergenz in den Netzinfrastrukturen von RZ’s. Es lag nahe, die seit Jahrzehnten gewachsene Ethernet-Technik als De-Facto-Standard für das Rechenzentrum weiterzuentwickeln, um letztlich die Vorteile beider Übertragungsstandards - Ethernet und Fibre Channel - im Rahmen der neuen Lösung FCoE zu verbinden.
Mehr zu FCoE auch unter > http://www.storageconsortium.de/content/node/180
Cisco setzt bei seinem Lösungsangebot auf das Konzept der integrativen Einbindung von Unified Computing, Unified Fabric- und Unified Network Services innerhalb der "Unified Data Center Fabric". Sie bietet Netzwerkmanagement-Konvergenz und die Flexibilität über sog. „wire once“ für physische & virtualisierte Umgebungen vom Server bis zum Speicher (Stichwort: I/O-Konsolidierung). Ein wichtiges Element neben FCoE innerhalb dieser Strategie ist das IEEE Data Center Bridging, das Ethernet über standardisierte Erweiterungen ermöglicht, unterschiedliche Netzinfrastrukturen im RZ zu einer einheitlichen Netzwerkplattform (Unified Fabric) zusammenzuführen.
Unified (Ethernet-) Fabrics repräsentieren eine neue Technologie-Kategorie innerhalb des Rechenzentrums, vergleichbar vielleicht mit der Einführung FC (SAN-) Fabrics vor ca. 10 Jahren. Bei der Evaluierung von entsprechenden Lösungen ist darauf zu achten, dass Standards wie IEEE Ethernet Data Center Bridging (DCB), TRILL (Transparent Interconnection of Lots of Links) und Fiber Channel over Ethernet - Standards Produkt- und Anbieterseitig unterstützt werden, um sicherzustellen dass wichtige Entwicklungen wie Lossless Ethernet bzw. Low latency beim Aufbau einer konvergenten Netzwerk-Architektur im RZ entsprechend berücksichtigt werden.
Weitere Details zu den Ankündigungen von NetApp und Emulex:
NetApp unterstützt nach eigenen Angaben als einer der ersten Storage-Hersteller Multihop mit Cisco-Direktoren für Fibre Channel over Ethernet (FCoE). Indem sich mehrere FCoE-Switches miteinander verbinden lassen, können Kunden größere Netzwerkstrukturen in ihren Rechenzentren aufbauen und von deren Geschwindigkeit und Effizienz profitieren. Multihop der Direktor-Klasse gibt der IT die Flexibilität, FCoE im Zentrum großer Rechenzentren einzusetzen und Kostenvorteile zu realisieren. Auf diese Weise lassen hoch skalierbare Multiprotokoll-Speichernetze aufbauen und kosteneffektiver als bislang implementieren. Cisco-Lösungen sind auch Teil des neuen Ethernet Advantage-Programms von NetApp, das Anwendern die Wahl der passenden FCoE-Lösung erleichtern soll.
Das neue NetApp Ethernet Advantage-Programm reflektiert die Technologie-Partnerschaften von NetApp und bietet getestete, validierte und unterstützte Lösungen für FCoE-Konfigurationen. Das Programm umfasst über 200 Konfigurationen und gibt Technologiepartnern Standards vor, an denen sie neue oder aktualisierte Lösungen messen können. Zusammen mit dem Support für Multihop-FCoE ermöglicht das Programm mehr Flexibilität bei der Migration von klassischen zu FCoE-Infrastrukturen. Der Kunde kann dabei auf die Lösungen verschiedener Partner wie Cisco, Intel, Broadcom und Chelsio zurückgreifen.
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NetApp wird den Cisco Nexus 5548 PU Switch vertreiben und darüber hinaus Multihop für Cisco Nexus 5000, Nexus 7000 und die MDS 9500 Multilayer-Direktoren mit einem FCoE-Modul unterstützten. Der Cisco Nexus 5548P ist bereits verfügbar. Nexus 7000 und MDS9500 mit FCoE-Modul werden im Mai 2011 lieferbar sein. Zudem unterstützt NetApp End-to-End FCoE-Lösungen mit konvergenten Netzwerkadaptern, die Windows Hardware Quality Labs (WHWL) zertifiziert sind.
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Die OneConnect UCNAs von Emulex unterstützen die Cisco Nexus 7000 Serie inkl. des Ethernet-Storage Director von Cisco, der erstmals „Fibre Channel over Ethernet“ (FCoE)-Funktionen liefert. Die Emulex OneConnect-Adapter liefern Unterstützung für mehrere Protokolle plus Hardware Offload zur CPU – Entlastung; mehr virtuelle Maschinen (VM) pro Server sind damit lauffähig.
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Support für die Cisco Nexus 5500 Serie: Emulex bietet nach seinen Angaben mit „Unified Ports“ eine protokoll-unabhängige Schnittstelle, d.h. Anwendern bietet sich die Flexibilität, einen HBA- oder UCNA-Adapter zu verwenden, um ihren jeweiligen Anwendungsbedürfnissen im RZ gerecht zu werden.
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Unterstützung für Adapter FEX und VM FEX im Rahmen der Cisco Nexus 5548UP und 5596UP-Switches: Emulex plant ferner die Unterstützung der neuen AdapterFEX- und VM FEX-Funktionalität zusammen mit den neuen Cisco Nexus 5548UP- und 5596UP-Switchen. AdapterFEX ermöglicht einen physischen Server-NIC in mehrfache logische NICs zu unterteilen, während VM FEX diese Funktion für virtuelle Maschinen (VM) ermöglicht.
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Die UCNAs unterstützen die neuen MDS 9000 Multilayer Switches: Das FCoE-Modul bietet eine größere Bandbreite und die Anbindung mit der Nexus-Plattform, während es gleichzeitig die Verbindung konvergenter Netzwerke zum FC SAN ermöglicht.
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Das OneCommand(TM) Management Framework von Emulex ermöglicht es, die Adapter-Plattformen integriert zu verwalten. Durch die Nutzung offener APIs unterstützt das Management Framework nun das neue Cisco Converged Management-Konzept für ein einheitliches Monitoring der vorhandenen Rechenzentrumsvernetzung.
Die Emulex OneConnect UCNAs liefern Hardware-Protokoll-Offload-Unterstützung für TCP/IP, iSCSI und FCoE und wurden optimiert für virtualisierte Server in den Bereichen Support für virtuelle Queues, mehrfacher NIC PCI-Funktionen und der Single Root I/O-Virtualisierungsstandards (SR-IOV). Das Resultat sind laut Hersteller ca. 20% mehr virtuelle Maschinen (VM) pro Serverinstanz.
Auf der Grundlage des N-Port ID-Virtualisierung (NPIV) - Standards, der virtuellen Maschinen den Zugriff auf das SAN mittels gemeinsamer HBA-Ressourcen ermöglicht, bieten die LightPulse HBAs gemeinsame Treiber plus virtuelle HBA-Technologie. Dies ermöglicht es Anwendern, seine SAN-Managementtools und bewährte Verfahren innerhalb virtualisierten Serverumgebungen besser zu nutzen.