
Oftmals sind Speicherorte für die Datensicherungen der schwächste Punkt in der Backup-Kette. Neues Serviceangebot soll mögliche Sicherheitslücken bei Backups in 15 Minuten aufdecken…
Hintergrund
Oftmals stellen Speicherorte für die Datensicherungen den schwächsten Punkt in der Backup-Kette dar, etwa durch übermäßige und weitreichende Admin-Rechte oder offene Netzwerke.
GRAU DATA ergänzt dazu sein Angebot für Ransomware-Schutz für Backups um den neuen Service „Repository Security Check für Windows“. Dieser kann unabhängig vom Einsatz der Lösung Blocky for Veeam® genutzt werden (1) und identifiziert potenzielle Schwachstellen, über die Angreifer auf lebenswichtige Backups zugreifen könnten. (Stand 16. Juli 2026)
Details zum aktuellen Serviceangebot
In durchschnittlich nur 15 Minuten sollen laut Grau Data interessierte Unternehmen darüber Klarheit bekommen, wie sicher ihre Backup-Repositories sind. Im persönlichen Gespräch mit einem Experten von GRAU DATA werden im „Repository Security Check für Windows“ sieben typische Sicherheitslücken erörtert.
Die sieben Prüfpunkte umfassen:
- „Admin-Rechte: Hat ein Angreifer Adminrechte auf dem Repository, kann er Backups löschen, verschlüsseln oder Restore-Punkte manipulieren.
- Domänen-Admins-Check: Ist der Backup-Server Teil der Active-Directory-Domäne, führt ein übernommener Domänen-Admin direkt zu den Sicherungen. Ein klassischer Ransomware-Weg.
- Unveränderlichkeit der Backups: Ohne Unveränderlichkeit, beispielsweise durch WORM (Write Once, Read Many), zerstört ein Angreifer die Sicherungen oft, bevor die Verschlüsselung beginnt. Damit ist eine Wiederherstellung nahezu ausgeschlossen.
- Netzwerk-Konfiguration: Liegen Backup-Server, Repository und Produktivsysteme im selben Segment, reicht ein kompromittiertes System, um sich durch die ganze Backup-Infrastruktur zu bewegen.
- Konten-Privilegien: Lokale Admins, Service-Accounts mit Domänen-Admin-Rechten oder gemeinsam genutzte Konten vergrößern die Angriffsfläche maßgeblich.
- Überwachung der Backups: Firewalls, Endpoints und E-Mails werden meist kontinuierlich überwacht. Backup-Lösungen, geänderte Jobs und Repository-Zugriffe oft nicht. Angreifer bleiben dadurch lange unentdeckt.
- Backup- und Restore-Test: Selbst wenn das Backup ordnungsgemäß verläuft, ist die Wiederherstellung nicht garantiert. Ob die Daten wirklich lesbar, alle Restore-Punkte intakt und die Wiederherstellung schnell genug ist, sollte sich nicht erst im Ernstfall zeigen."

(1) Abb.: Blocky for Veeam®, Application Whitelisting (Bildquelle: GRAU DATA).
Anmerkung: „Application Whitelisting implementiert ein Zero-Trust-Prinzip auf Prozessebene: Nur autorisierte Anwendungen dürfen auf definierte Ressourcen schreiben; alles andere wird blockiert. Blocky for Veeam® setzt dieses Prinzip direkt im Backup-Repository um und schützt Daten vor Verschlüsselung, Manipulation und Löschung. Die Lösung arbeitet kernelbasiert und signaturunabhängig.“ (Quelle: GRAU DATA).
Querverweis:
Unser Beitrag > Wie Mikrosegmentierung helfen kann, die kritische Lücke zwischen Erkennung und Eindämmung bei KI-gestützten Cyberangriffe zu schließen
Unser Beitrag > Fsas Technologies erweitert sein Data Resilience- und Storage-Portfolio mit Everpure (ex Pure Storage)
Unser Beitrag > Anthropic Mythos und Cybersicherheit: Erkennen und Beheben vorhandener Sicherheitslücken beschleunigen