Böblingen, Starnberg, 17. April 2012 – HP „Converged Cloud“ als einheitliche Architektur für verschiedene Formen des Cloud Computings und konventionelle Infrastrukturen...
Zum Hintergrund: Bereits im März hat HP mit „cCell Services“ ein Cloud-Modell vorgestellt, das eine Verknüpfung und einheitliche Verwaltung von Cloud-Diensten aus unterschiedlichen Quellen und Betriebsformen erlaubt. Voraussetzung dafür ist aber der Einsatz einer einheitlichen HP-Infrastruktur. Mit Converged Cloud dehnt HP dieses Prinzip nun auf heterogene Umgebungen aus. Die neu vorgestellte Architektur entkoppelt die IT-Services von der zugrundeliegenden Infrastruktur und bietet eine gemeinsame, plattformunabhängige Verwaltung von Ressourcen, Prozessen und Policies. Dazu setzt HP Converged Cloud nach eigenen Angaben u.a.die Spezifikationen des Open Source Projekts OpenStack um > http://openstack.org/
Auf der Grundlage von HP OpenStack abstrahiert der HP Converged Infrastructure as a Service Controller (HP Converged IaaSC) von der physischen IT-Infrastruktur und stellt eine standardisierte Computing-Umgebung zur Verfügung. Diese Ebene sorgt letztlich für die übergreifende Umsetzung von Prozessen und Regeln etwa für Orchestrierung, Verwaltung, Provisionierung und Sicherheit.
HP hat außerdem eine Reihe von neuen Cloud-Angeboten angekündigt, die auf der Grundlage der neuen Architektur entwickelt wurden. Dazu gehören die „HP Cloud Services“ (Public-Cloud-Dienste), die nach Angaben des Unternehmens ab dem 10. Mai 2012 allgemein verfügbar sein werden.
HP Converged Cloud unterstützt verschiedenste Hypervisor Systeme, Betriebssysteme und Entwicklungsumgebungen sowie ein wachsendes Partner-Ökosystem. Entwicklung, Bereitstellung, Verwaltung und Sicherung von Cloud-Diensten kann unabhängig von der jeweiligen Form der Implementierung erfolgen. Damit lassen sich Cloud-Dienste anhand von Regeln, Templates und Modellen schnell entwickeln und bereitstellen – egal, ob für traditionelle IT-Infrastruktur oder für Private-, Managed- oder Public-Cloud-Umgebung. Außerdem lassen sich nach nach Herstellerangaben übergreifende Management- und Sicherheitsfunktionen mit den Diensten verknüpfen und einheitlich steuern.
Ein Kernelement von HPs Cloud-Architektur ist HP OpenStack. OpenStack umfasst eine Reihe von Opensource-Technologien, mit denen sich massiv skalierbare Cloud-Plattformen aufbauen lassen. HP hat die Standard-Dienste von OpenStack erweitert, sodass sie in die IT-Prozesse von Unternehmen und Verwaltungen eingebunden werden können. Das betrifft Application Lifecycle Management (ALM), Continuous Deployment sowie die Verwaltung und Sicherheit von Cloud-Diensten. Das erleichtert beispielsweise die Migration von Cloud-Diensten und das so genannte Cloud Bursting, also das zeitlich befristete Zuschalten von externen Ressourcen z.B. bei Kapazitäts-Engpässen. Eine Reihe von neuen Cloud-Angeboten, die ab sofort oder demnächst verfügbar sind, wurden laut HP auf der Grundlage der Converged-Cloud-Architektur entwickelt:
Mit HP Cloud Compute, HP Cloud Object Storage und HP Cloud Content Delivery Network (CDN) sind die ersten Public-Cloud-Dienste von HP ab 10. Mai 2012 allgemein verfügbar. Mit diesem Angebot komplettiert HP sein Cloud-Portfolio, das bisher schon Private Cloud und Managed Cloud umfasste. Mit dem neuen Public-Cloud-Angebot von HP können Kunden neue Dienste innerhalb von Minuten bereitstellen. Sie bezahlen dabei eine Nutzungsgebühr pro Stunde. Der Stundenpreis variiert beispielsweise bei HP Cloud Compute je nach Ausstattung zwischen 0,04 US-Dollar und 1,28 US-Dollar. Ab dem 10. Mai stehen zudem zwei weitere Public-Cloud-Angebote als Private Beta zur Verfügung: Ein relationaler Datenbank-Dienst für MySQL sowie ein Service für Blockdaten, der es ermöglicht, Daten von einer Recheninstanz zur nächsten zu verschieben. Die neuen Public-Cloud-Dienste werden auf der Grundlage von HP Converged Infrastructure, HP Software und OpenStack-Technologie bereitgestellt.
In Cloud-Projekten erweisen sich komplexe Netzwerke oftmals als Flaschenhals. HP Virtual Application Networks bietet eine virtualisierte Ansicht auf das Netzwerk – abstrahiert von der physikalischen Infrastruktur. Dadurch verwandelt HP starre physikalische Unternehmensnetzwerke in programmierbare und mandantenfähige virtuelle Netzwerke. Virtual Application Networks greift auf Templates zurück, in denen anwendungsspezifische Anforderungen definiert sind. So können Administratoren neue Cloud-Anwendungen für Benutzer innerhalb von Minuten statt Wochen implementieren und sicherstellen, dass SLAs automatisiert erfüllt werden. Für Virtual Application Networks liefert HP zunächst neue Funktionen für die Netzwerk-Verwaltungs-Software Intelligent Management Center (IMC):
- Das Modul HP IMC Virtual Application Networks Manager beschleunigt die Anwendungsbereitstellung. Grundlage dafür sind Templates für virtuelle Maschinen. In diesen Templates sind Parameter und Richtlinien für die Verwaltung und Konfiguration von Edge-Switches vordefiniert.
- Virtual Application Networks Manager VMware Plug-in vereinfacht das Management von virtuellen Maschinen von VMware durch die automatisierte Umsetzung von Netzwerk-Richtlinien. Verbindungsprofile können sowohl in HP IMC als auch in die Verwaltungs-Plattform von VMware integriert werden.
- HP IMC Extended Application Program Interface (API) bietet eine offene und erweiterbare Plattform für Web-Services. Diese ermöglicht Entwicklern von Drittanbietern, eigenentwickelte Anwendungen zu integrieren, um so die Kernfunktionen der HP-IMC-Plattform zu erweitern. HP hat auch das Angebot an Cloud Maps auf mehr als 100 verdoppelt. Cloud Maps sind vorkonfigurierte Templates, auf deren Grundlage mit HP CloudSystem verschiedene Anwendungsumgebungen automatisiert und sehr schnell bereitgestellt werden. Dazu zählen beispielsweise Microsoft SharePoint und SAP NetWeaver.
Ferner hat HP die Version 2.0 von HP Service Virtualization angekündigt. Dieses Werkzeug ermöglicht es Unternehmen, die Leistungsfähigkeit und Qualität von Composite Applications im Zusammenspiel mit Diensten externer Anbieter zu testen. Die Version 2.0 erlaubt es Entwickler- und Tester-Teams dabei, die externen Dienste in einer simulierten und virtualisierten Umgebung zu testen. Auch das Zusammenspiel mit Komponenten von IBM WebSphere MQ kann simuliert werden. HP Service Virtualization 2.0 unterstützt eine Vielzahl von Kommunikations-Protokollen wie Representational State Transfer (REST), Simple Object Access Protocol (SOAP) und Java Message Service (JMS). Dadurch können Unternehmen Web-Applikationen agiler und kostengünstiger testen.
Ein weiteres neues Cloud-Angebot von HP sind die HP Engineering Cloud Transformation Services. Die Dienstleistungen bringt HP speziell für Produktentwicklungs-Prozesse von Fertigungsunternehmen auf den Markt. Diese Prozesse sind in den letzten Jahren immer komplexer geworden, da Entwickler-Teams oft über mehrere Kontinente verteilt sind. Cloud-Lösungen können hierbei die Produktivität erhöhen und dabei helfen, neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Allerdings gibt es dabei technische, finanzielle und organisatorische Risiken, die durch eine sorgfältige Vorbereitung und Steuerung der Cloud-Transformation minimiert werden müssen. Dabei helfen die folgenden Dienstleistungen:
- Engineering Cloud Rapid Investment Analysis: HP analysiert die bestehende Architektur eines Kunden, um festzustellen, welche Vorteile eine Investition in ein Modernisierungsprojekt bringt.
- Das Engineering Cloud Proof of Concept demonstriert die Effizienz-Steigerung, die durch ein Transformations-Projekt erzielt wird. Auf virtuellen Desktops können Kunden 3D-Grafiken erstellen und dabei Engineering-Modelle und Entwickler-Anwendungen nutzen.
- Engineering Cloud Feasability Analysis: Diese Analyse gibt Kunden einen Überblick über Nutzen, Risiken und Hindernisse eines Transformations-Projekts. HP analysiert dafür Engineering-Prozesse, Rechenzentren, Infrastruktur, Speicher und Netzwerke.
- Engineering Cloud Strategy and Business Case Service: Diese Dienstleistung hilft Kunden, die kurz- und langfristigen Vorteile neuer oder optimierter Rechenzentren darzustellen. HP erarbeitet mit seinen Kunden eine umfassende Wirtschaftlichkeitsberechnung sowie eine Projekt-Roadmap, stimmt die Unternehmens-IT auf die Unternehmensziele ab und berechnet die Kosten.
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