Hamburg, Starnberg, 05. Juli 2011 – Bribery Act ist am 1. Juli 2011 in Großbritannien in Kraft getreten; auch deutsche Firmen sind betroffen…
Zum Hintergrund: Nach Informationen des auf die Archivierung spezialisierten Dienstleisters Iron Mountain sind auch ca. 2.500 große bzw. mittelständische deutsche Unternehmen von den neuen Regelungen betroffen. Voraussetzung: Geschäftliche Beziehungen nach Großbritannien. Viele Unternehmen auf dieses Gesetz nicht vorbereitet, obwohl Strafen drohen. Das zeigt der aktuelle Report von Coleman Parks in Zusammenarbeit mit Iron Mountain: Die Umfrage unter 100 Verantwortlichen aus dem Bereich Informationsmanagement ergab, dass 36% die neue Rechtsvorschrift noch nicht kannte. 30% gaben an, dass in ihrem Unternehmen noch keine geeigneten Maßnahmen zur Vermeidung von Betrug eingeführt wurden. Weniger als die Hälfte der Führungskräfte (48 Prozent) wusste, welche Konsequenzen die Nichtbefolgung der neuen Bestimmungen nach sich ziehen könnte.
Für Antikorruptionsmaßnahmen spielt die Automatisierung von Informations-prozessen eine wichtige Rolle. Das Unternehmen kann sich gegen den neuartigen Vorwurf der „Nichtverhinderung von Korruption“ besser verteidigen, sofern die Einführung entsprechender Maßnahmen nachweisbar ist.
Der UK Lord Chancellor-/Secretary of State for Justice (Mr. Kenneth Clarke) hat in einem Leitfaden (Quelle: Wikipedia) verschiedene Vorschläge zur Verhinderung im Vorfeld aufgelistet ...
> http://de.wikipedia.org/wiki/Bribery_Act_2010
Iron Mountain selbst gibt nachfolgend hierzu drei Beispiele:
1. Papier in digitale Daten überführen. Durch das digitale Scannen von Dokumenten wird sichergestellt, dass Finanztransaktionen, Belege, Vereinbarungen, Bestellungen etc. in ein elektronisches Format konvertiert und sicher gespeichert werden (im Idealfall außerhalb des Unternehmensstandorts). Dadurch können Unternehmen die Anforderungen des Antikorruptionsgesetzes in zweierlei Hinsicht erfüllen:
Erstens können sie ihrer Sorgfaltspflicht ständig und mithilfe eines automatisierten Prozesses nachkommen – bei allen Transaktionen im Unternehmen, wobei der Fokus auf den Hauptrisikobereichen wie Bewirtung, Werbeaufwände, Spesen etc. liegt. So können Probleme schon gelöst werden, bevor sie entstehen beziehungsweise eskalieren. Zweitens lassen sich digitale Dokumente einfacher für Aufsichtsbehörden und andere Institutionen bereitstellen.
2. Automatisieren. Durch automatisierte Prozesse bei Finanztransaktionen wie im Rechnungsmanagement lässt sich das Risiko, dass missbräuchliches Verhalten unentdeckt bleibt, deutlich verringern. Die Automatisierung minimiert auch das mit Kapitalinvestitionen verbundene Risiko, indem die Einhaltung von Compliance-Richtlinien, gesetzlichen Datenschutzbestimmungen sowie Daten- und Qualitätsstandards gewährleistet wird.
3. Informationen automatisch sichern, d.h. automatisch Backups aller relevanten elektronischen Daten. Dadurch lassen sich vermeintlich verloren gegangene oder gelöschte Informationen, wie beispielsweise E-Mails oder Daten auf Tapes wiederherstellen und Informationen für den künftigen Zugriff speichern. Weitere Informationen unter