Starnberg, 18. Mai 2011 - IBM, BMC, HP, Intel, Red Hat, SUSE und Eucalyptus Software setzen bei Cloud Computing auf offene Virtualisierungstechnologien wie KVM...
Zum Hintergrund: KVM (Kernel-based Virtual Machine) ist eine Open-Source (Linux-) Virtualisierungssoftware und läuft sowohl auf x86 Intel (VT) oder AMD (AMD-V) als auch auf IBM’s System-z-Architektur. Das israelische Unternehmen Qumranet hatte die Software entwickelt und wurde 2008 von Red Hat gekauft. Details zu KVM unter > http://www.linux-kvm.org/page/Main_Page
Heute konkurriert KVM zunehmend mit VMware, Hyper-V und der anderen Open-Source Lösung XenServer (Citrix), die es durch die aktuelle Ankündigung wohl damit nicht einfacher haben wird, sich am Markt zu behaupten. Auch IBM investiert bereits seit längerem im Storagebereich stärker in KVM (z.B. Block Migration von Speicherdaten ohne SAN). KVM selbst ist technisch gesehen ein relativ schlankes und performantes System, das über entsprechendes Entwicklungspotential verfügt. Damit könnte die Lösung in Zukunft wohl auch für kommerzielle Rechenzentren und Cloud-Services-Anbieter eine interessante Alternative werden.
Die neue Allianz hat es sich nach vorliegenden Angaben zum Ziel gemacht, „die Nutzung von offenen Virtualisierungstechnologien wie der Kernel-based Virtual Machine (KVM) voran zu treiben...“ Heutige Mankos gegenüber den kommerziell erfolgreichen Lösungen von EMC und Microsoft wie fehlende Verwaltungswerkzeuge und ein effektiver Support für unternehmenskritische Anwendungen sollen beseitigt werden. Oracle’s Strategie muss in diesem Zusammenhang offiziell noch abgewartet werden.
Das Konsortium plant im Zuge dieser Ankündigung, weitere Unternehmen und Entwickler für KVM-Technologie zu gewinnen und anhand von erfolgreichen Kundenimplementierungen den Nutzen der Technologie herauszustellen. Gleichzeitig ist es Ziel, das Konzept der Interoperabilität stärker ins Bewusstsein von Öffentlichkeit und Unternehmen zu rücken.
Originalzitat OVA: „...Die Mitglieder des Open Virtualization Alliance haben ein gemeinsames Interesse an der Unterstützung offener Virtualisierungslösungen und sind in der Entwicklung, Vertrieb, Support, Nutzung etc. hinsichtlich KVM beteiligt. Durch die Bereitstellung einer Open Virtualization - Wahlmöglichkeit bieten sie ihren Kunden eine weitere Alternative, um gemäß ihren geschäftlichen Anforderungen die jeweils richtige Virtualisierungslösung einsetzen zu können...“
Ausgewählte Zitate einiger beteiligten Firmen zu OVA: "Unternehmen möchten Veränderungen in ihrer Organisationen schnell und einfach umsetzen können und dabei die Kontrolle über IT-Ressourcen behalten", sagte Paul Miller, Vice President, Solutions and Strategic Alliances, Enterprise Server, Storage und Networking von HP. "Die Open Virtualization Alliance mit dem Fokus auf Kernel Virtual Machine Software, deckt sich gut mit der HP Converged Infrastructure-Strategie und wird Kunden „best of breed Open Source-Optionen“ für ihre IT-Umgebung bereitstellen.
"IBM hat eine lange Tradition bei Innovationen in der Open Source Community und ist ein führender Anbieter von Virtualisierungs-Technologie seit nun mehr als 40 Jahren", sagte Inna Kuznetsova, Vice President, IBM Systems & Technology Group. "Mit der Bildung dieser Allianz sind wir mit anderen Branchenführern einen wichtigen Schritt nach vorn gekommen, um sicherzustellen, dass Unternehmen eine offene Virtualisierungs-Alternative bekommen."
"Egal, welche Virtualisierungslösung von unseren Kunden gewählt wird - die Intel-Strategie verändert sich nicht, sagt Doug Fisher, Vice President, Software und Services Group & General Manager, Systems Software Division bei Intel. "KVM bietet eine Open Source Alternative zur Virtualisierung und unser Linux-Devicedriver hilft KVM dabei, die entsprechenden Vorteile aus den laufenden Verbesserungen unserer Produkte zu ziehen“.
Mehr Informationen zur Open Virtualization Allianz finden Sie unter: