Redwood Shores/München, Starnberg, 09. Febr. 2011 – Neues Oracle Cloud File System bietet die Grundlage zum Aufbau von private Storage Clouds...
Zum Hintergrund: Das rasche Wachstum von unstrukturierten Files und Applikationsdaten stellt die Storage- und RZ-Verantwortlichen sowohl aus Kosten-, Verfügbarkeits- und Performancesicht (Skaleneffekte, Lastspitzen, Technologie-abhängigkeiten etc.) vor große Herausforderungen. Ein Ziel von Cloud Storage ist es deshalb, die bestehende Infrastruktur zu entlasten. Derzeit finden im Bereich der (Storage-) Filesysteme hierzu eine Reihe von bedeutsamen Entwicklungen statt.
Moderne high-end Scale-Out-NAS-Systeme bedienen sich zur Speicherung grosser unstrukturierter Datenmengen in der Regel einer Clustered Storage- oder Grid-Architektur, das bedeutet “Logik- und Speicherbausteine sind miteinander „vernetzt“ und stellen gemeinsame Speicherfunktionen zur Verfügung (z.B. IBM Sonas, Panasas, Lustre etc.). Der darstellbare Global Namespace (GNS) skaliert typischerweise bis in den zweistelligen Petabyte-Bereich. Der Aufbau in einzelnen Funktionsbereichen ermöglicht eine granulare Erweiterung je nach Anforderung hinsichtlich Durchsatz, Kapazität oder Performance. Damit lassen sich die unterschiedlichsten Geschäftsanforderungen individuell und flexibel bedienen, ohne die Infrastruktur-Komplexität zu erhöhen. Innerhalb dieser Grid-Architektur kann ein einheitliches Management des (virtualisierten) Dateipools realisiert werden - über Backup und Verfügbarkeitsmechanismen bis hin zu hierarchischen Speicherkonzepten, z.B. im Sinne von HSM (Migration) und ILM (Information Lifecycle Management).
Details der neuen Oracle-Lösung: Im Falle der vorliegenden neuen Lösung CloudFS erweitern zusätzliche Funktionen des sog. Oracle Automatic Storage Managements, ASM existierende (Oracle-)Datenbanken bzw. (Online-)Speicher um Storage-Services-Funktionen (Snapshots, Replikation, file tags...) und spezielle Cloud-Charakteristika (inklusive Encryption).
Ziel ist es, die Bereitstellung eines integrierten Speicherpools durch - im Netzwerk verfügbare - elastische Storage Clouds zu ermöglichen; die Software beinhaltet hierzu nach Anbieterangaben notwendige und spezifische Erweiterungen, hier: Oracle Cluster-Dateisystem (ACFS) für Storage Clouds.
Das ACFS Filesystem ist als “general-purpose” POSIX, X/OPEN und Windows - Compliant ausgelegt und unterstützt Single-node und Cluster-Konfigurationen und Standard NFS/CIFS. Das Storage Volume Management inklusive (Re-)Sizing von Volumes geschieht mittels “Automatic Storage Management Dynamic Volume Manager” innerhalb des Oracle Cloud File Systems, CloudFS; die Filesysteme anderer Anbieter lassen sich ebenfalls einbinden (z.B. Linux ext3).
Der Preis beläuft sich laut Hersteller derzeit auf 5.000 US-Dollar pro Prozessor. Oracle Cloud FS ist kostenlos erhältlich für das Speichern von Oracle Software Binaries, Metadaten und Diagnose-Files.
> http://www.oracle.com/technetwork/database/cloud-storage/index.html
> http://www.storageconsortium.de/files/Bildquelle Oracle ACFS.png