Starnberg, 9. Okt. 2012 – Schwerpunkte aus RZ-Infrastruktursicht betreffen u.a. die Themen In-Memory-Computing, Elastic Cloud, Solaris 11.1 und Cloud Services...
Zum Hintergrund: Auf seiner kürzlich abgehaltenen Hausmesse in USA hat der Hersteller Oracle eine Vielzahl von neuen und verbesserten Produkten und Services vorgestellt. Erwähnenswert: In-Memory-Computing ist auch bei Oracle "In". Nachdem speziell SAP mit HANA und andere Big Data Anbieter die Technologie stärker forcieren, darf man gespannt sei, wie die künftige Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Anbietern im Datenbank-Bereich aussehen wird... Stichwort "Coopetition"...
Hier eine Zusammenfassung zu den aus Infrastruktur-und Storage-Sicht wesentlichen Neuerungen bei der Oracle OpenWorld 2012:
- Oracle Exadata X3 Database In-Memory Machine: Oracle Exadata X3-2 Database In-Memory Machine und Oracle Exadata X3-8 Database In-Memory Machine unterstützen hunderte von Terabytes an komprimierten Nutzerdaten im Flash- und RAM, optimiert als Datenbankplattformen für unterschiedlichste Workloads. Die Exadata X3 Database In-Memory Machine verwendet hierzu eine sog. "Mass Memory Hierarchy", d.h. alle aktiven Daten werden automatisch in Flash und RAM verschoben; weniger stark genutzte Daten bleiben auf Disks (Auto-Tiering). Das System ist eine zentrales Technologieelement der Oracle Cloud. Mit einer neuen Achtel-Rack-Konfiguration wurde auch eine neue Einstiegslösung für kleinere Workloads, Tests und Entwicklungszwecke sowie Disaster-Recovery-Systeme gezeigt.
http://www.oracle.com/us/products/database/exadata/overview/index.html
- Oracle Elastic Cloud: Die neue Exalogic Elastic Cloud X3-2 ist die zweite Generation, d.h. die Soft- und Hardware für Oracle Exalogic Elastic Cloud wurden laut Hersteller als ein "Engineered System" mit modernsten Technologie-Komponenten gemeinsam entwickelt, um die entsprechende Leistung, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit für Java, Oracle Fusion Middleware, Oracle Applications, Re-Hosted CICS/IMS TP etc. bereitzustellen (inkl. One-Stop-Support). Die 2nd Gen. enthält neueste Prozessoren, Flash Memory sowie Netzwerktechnik (Oracle Exalogic X3-2 nutzt die neueste Version der Oracle Exalogic Elastic Cloud Software 2.0).
- Oracle Exalogic X3-2 erhöht die Installationsdichte von Anwendungen bis um das 60-fache. Dies geschieht durch eine Kombination aus Hardware-gestützter Single Root I/O Virtualisierung (SR-IOV), Server-Virtualisierung und vergrößertem physikalischen RAM (7.7 TB in X3-2-Full-Rack-Kombination).
Durch den Einsatz der neuesten Intel Core (Sandy Bridge) Xeon Prozessoren wird eine 3,5-fach schnellere Anwendungsleistung erreicht; 33 Prozent mehr CPU-Kerne pro Konfiguration stehen zur Verfügug, die damit von 360 auf 480 pro Full-Rack steigt.
Durch die Unterstützung für Server-, Netzwerk- und Speicher-Virtualisierung sowie IaaS-Management lässt sich mit Oracle Exalogic X3-2 die Installationszeit für Anwendungen laut Hersteller um bis zu 95 Prozent reduzieren. Die Unterstützung für das neue Exalogic Trusted Partitions Lizenzmodell erlaubt die flexible Lizensierung. Darüber hinaus gibt es keine Preiserhöhung für Oracle Exalogic X3-2 (Hardware-Leistung zum gleichen Preis).
http://www.oracle.com/us/products/middleware/exalogic/overview/index.html
- Oracle Exalytics In-Memory-Machine Software: Erweiterte Funktionen in Oracle Exalytics unterstützen Anwendern, schneller auf den Datenbestand zuzugreifen und diesen möglichst "Realtime" einzusetzen – von der Informationsfindung über visuelle-/mobile Analytik bis zum Enterprise Planning-/Reporting. Oracle Business Intelligence Release 11.1.1.6.2BP1 beinhaltet erweiterte Möglichkeiten für den mobilen Einsatz und Visualisierungsfunktionen.
- Die neue Version von Oracle BI Mobile ist für Oracle Exalytics optimiert, skaliert massiv und bietet Reaktionszeiten im Bruchteil einer Sekunde für Mobilanwender quer durch Millionen Datenreihen... Oracle TimesTen In-Memory Database für Oracle Analytics wurde sowohl mit Oracle GoldenGate Real-Time Replication Technology als auch mit Oracle Data Integrator zertifiziert.
- Erweitertes Cloud Services Portfolio: Die sieben Oracle Cloud Services erweitern das bestehende Portfolio an Platform Services, Application Services und Social Services, die auf Subskriptions-Basis angeboten werden. Das Preismodell ist als Monats-Subskription verfügbar". Kunden können sich Monat für Monat neu entscheiden oder längerfristige Verträge abschließen.
- Oracle Storage Cloud Service: Er ermöglicht es Unternehmen, digitale Inhalte in der Cloud zu speichern und zu verwalten; eine enge Integration mit allen Oracle Cloud Services, die Online-Speicher erfordern, ist gewährleistet.
Oracle Solaris 11.1: Es wurden ca. 300 Verbesserungen in der Oracle Solaris 11 Produktfamilie vorgestellt, optimiert für den Einsatz mit der Oracle Database Technologie. Anwender können mit eingebauten Upgrade-Tools laut Anbierer einfach auf Oracle Solaris 11.1 umsteigen. Oracle Solaris 11 unterstützt SPARC SuperCluster T4-4, Oracle Exadata Database Machine und Oracle Exalogic Elastic Cloud Systemlösungen und ist ein Baustein für das Oracle Optimized Datacenter.
- Verbesserte Lock-Latency von Oracle Real Application Clusters (17 Prozent), indem das Lock Management in den Oracle Solaris Kernel ausgelagert wurde.
- Kein Reboot notwendig, wenn der Oracle Database SGA verändert wird.
- Identifizieren und Nachvollziehen von I/O-Engpässen mit Oracle Solaris DTrace.
- Compliance-Berichte für die gesamte Datenbank-Plattform, indem Resultate von System-Audits an Oracle Audit Vault geschickt werden; Compliance-Berichte mit OpenSCAP (Kreditkartenindustrie).
- Nutzt das Potenzial von Oracle's Server-Systemen durch Unterstützung von 32 TB RAM.
http://www.oracle.com/us/corporate/press/1859224