optimierte Fabric – Leistung, Class-of-Services
Das Qlogic-Fabric-Management-Softwarepaket „InfiniBand Fabric Suite“ (IFS) ist jetzt in der Version 6.0
erhältlich. Durch die automatische Zuweisung von Serviceklassen lassen sich HPC-Cluster jeder Größenordnung kostengünstiger verwalten.
Auf Grund des inzwischen guten Preis-Leistungs-Verhältnisses entscheiden sich immer mehr Unternehmen für HPC-Cluster. Je größer jedoch die Installation, desto schwieriger das Management. Der Ausbau von Clustern erschwert die Kommunikation zwischen den Anwendungen und Rechenknoten. In Folge können Leistungsverluste und Engpässe auftreten oder die Zahl an Störungen und Ausfällen zunehmen. Integraler Bestandteil der Fabric-Management-Tools sind Virtual-Fabric-Konfigurationen, anwendungsspezifische Serviceklassen (Class-of-Service oder kurz CoS), Adaptive- und Dispersive-Routing-Verfahren sowie leistungsverbesserte Versionen herstellerspezifischer Message-Passing-Interface (MPI) - Bibliotheken.
Die Lösungen eignen sich nach Herstellerangaben für den Einsatz unterschiedlichsten Cluster-Netzstrukturen einschließlich Torus- und Mesh-Topologien. Zusammengenommen bietet IFS 6.0 Administratoren ein Spektrum an Funktionen, mit denen sie Durchsatzraten maximieren, Verbindungswege ausgewogen auslasten und den einzelnen Anwendungen automatisch exakt auf ihre Anforderungen abgestimmte Quality-of-Service (QoS) bereitstellen können. Qlogic unterstützt die sog. Adaptive- und Dispersive-Routing-Verfahren: Selbst bei einer wachsenden Zahl an betriebenen Rechnerknoten und Switches wird der Datenverkehr stets über den besten, am wenigsten überlasteten Weg geleitet. Das verwendete und von QLogic entwickelte Performance Scaled Messaging-(PSM) Verfahren stellt sicher, dass die über unterschiedliche Routen versandten Datenpakete automatisch und mit maximaler Übertragungsgeschwindigkeit zur schnellen Verarbeitung an ihren Bestimmungsort gelangen. Der Datenaustausch in der gesamten Fabric erfolgt dabei mit höchster Leistung. Dies gilt auch dann, wenn verschiedene Messaging-intensive simultan ausgeführt werden.
Die automatische Zuweisung von Serviceklassen in einer Fabric garantiert, dass jeder Anwendung mit der festgelegten Priorität behandelt wird und ihnen jederzeit die gewünschte Bandbreite zur Verfügung steht. Class-of-Service-Parameter müssen nicht länger manuell festgelegt werden, dadurch gestaltet sich das Management weniger
zeitaufwändig und lässt sich kostengünstiger durchführen.
Alle unterstützten MPIs (Message-Passing-Interface) können auf den gesamten von IFS 6.0 gebotenen Funktionsumfang zugreifen und damit die Vorteile der an der
MPI-Semantik orientierten Datenübertragungsmechanismen sowie weiterer Entwicklungen wie des Dispersive Routing in vollem Umfang nutzen. Daraus
resultierend lässt sich die MPI-Anwendungsleistung maximieren. IFS 6.0 lässt sich sowohl in gängigen Fat-Tree- als auch in Torus- undMesh-Topologien einsetzen. Letztere ermöglichen Unternehmen die Kosten für den Betrieb von Cluster-Umgebungen zu senken, die sich aus mehreren hundert Rechenknoten zusammensetzen. Der Einsatz von IFS 6.0 stellt selbst in solch komplexen Netzinfrastrukturen alle für das Management des Datenverkehrs erforderlichen Funktionen einschließlich weiterentwickelter Verfahren zur Fehlerbehandlung bereit.
Ferner hat sich Voltaire dafür entschieden, die sog. Quad Data Rate (QDR) InfiniBand Host Channel Adapter (HCAs) von QLogic künftig im Rahmen seines übergreifenden QDR-InfiniBand-Lösungsspektrums anzubieten.