Starnberg, 26. Nov. 2010 – HP hat auf Basis iSCSI (LeftHand Aquisition) ein neues Speichernetzwerk-System vorgestellt...
Die SAN-Lösung P4800 ist nach Anbieterangaben sowohl in Bezug auf OPEX als auch in Bezug auf die Anschaffung preiswerter als bisherige FC-SANs. Die Technologie “Virtual Connect” ermöglicht die virtuelle Verkabelung und vereinfacht dadurch den manuellen Konfigurationsaufwand.
Zum Hintergrund der Ankündigung: Während die Speicheranforderungen laufend wachsen, sind gerade ältere Speichersysteme hinsichtlich Leistung, Kapazität und Betriebsausgaben nur bedingt skalierbar. Gleichzeitig treiben komplexe Speicherinfrastruktur den manuellen Administrationsaufwand und damit die Kostenseite in die Höhe. Das neue Speichersystem auf Grundlage der LeftHand-Cluster-Technologie bietet laut Hersteller die Vorteile der P4000-Serie im Blade-Format (vereinfachte Verwaltung, umfassendes Lizenzmodell...). Bei der neuen SAN-Lösung P4800 können Administratoren nun alle Managementaufgaben für die komplette IT-Landschaft aus Server, Netzwerk und SAN mit zwei vorinstallierten Werkzeugen bewältigen:
- Die Central Management Console (CMC) wurde für die zentrale Verwaltung des SANs konzipiert: Hierüber können Logical Unit Numbers (LUN), Snapshots sowie Replikationen erstellt und verwaltet werden. Über die CMC lassen sich auch komplexe Failover-Lösungen steuern und remote installierte P4000-Systeme zentral verwalten.
- Der Onboard Adminstrator (OA) ist eine Sammelstelle für diverse Systemdaten wie z.B. Stromverbrauch oder Temperatur und liefert ein zentrales Verwaltungs-GUI der einzelnen Hardwarekomponenten des Bladesystems. Gleichzeitig bietet OA die Möglichkeit, zentral kommende Firmware-Updates durchzuführen.
- Das optionale Werkzeug HP Insight Control ist das Bindeglied zu den Systemkonsolen Microsoft System Center und VMware vCenter.
Die Werkzeuge sind Teil der Software HP IQ 9.0, die auf den neuen SAN-Lösungen der P4000-Reihe vorinstalliert ist. Die V.9.0 bietet insgesamt 20 Optimierungen-/Erweiterungen gegenüber der aktuellen Version 8.5. Neu sind globale Management- und Konfigurationsregeln, die eine höhere Nettoeffizienz aus dem (patentierten) Netzwerk-RAID 5 und 6 garantieren sollen, sowie ein optimiertes Alarm-/Ereignismanagement. In Kombination mit der automatisierten Installation von Upgrades und dem HP Insight Remote Support wird die Verwaltung der SAN-Lösung vereinfacht.
Kurze Beschreibung von HP StorageWorks P4000: Alle HP-Lösungen der Produktreihe StorageWorks P4000 basieren auf einer Scale-out-Cluster-Architektur mit Industrie-Standard-Komponenten. Dabei ergänzen sich einzelne Cluster-Knoten flexibel zu einem gemeinsam zu verwaltenden iSCSI-SAN: Mit jedem weiteren Speicherknoten wird zusätzliche Performance, Bandbreite und Kapazität mittels SAS- oder MDL-SAS-Festplatten bereitgestellt. Zur hohen Verfügbarkeit tragen das patentierte nRAID (Netzwerk-RAID), Snapshot und Clones sowie synchrone und asynchrone
Replikation und transparenter Failover bei. Intelligente Funktionen sorgen dafür, dass die Daten automatisch auf alle zur Verfügung stehenden Festplatten verteilt werden. Dazu wird ein integriertes Load-Balancing zur Lastverteilung eingesetzt.
Preise und Verfügbarkeit: Die Speicherlösung HP StorageWorks P4800 BladeSystem SAN ist nach Herstellerangaben ab sofort erhältlich. Der Preis für ein System mit 63 Terabyte Netto-Speicherplatz beginnt bei 190.000 Euro.