Starnberg, 03. Dez. 2010 - Compellent Technologies stellt die Version V5.4 von “Storage-Center” vor. Support für FCoE, 10GbE iSCSI inklusive der Cisco Converged-Network-Architektur mit Nexus-Mulitprotokoll Switching...
Zum Hintergrund: Mit Version 5.4 lassen sich SAN-Speicherressourcen eines Unternehmen dynamisch skalieren - bei unterbrechungsfreiem Zugriff auf die Daten. Mit dem Update bietet der Hersteller die Möglichkeit zum Aufbau eines (logischen) Netzes aus Compellent-Arrays, das wie ein einziges, großes Speicherarray betrieben werden kann (aka Storage Virtualisierung). Die neue Softwareversion erlaubt es, Speicherressourcen automatisiert je nach Bedarf im laufenden Betrieb zu verlagern.
Hardwareseitig können Benutzer Kapazität und Funktionalität des Systems mit der neuen Controller-Plattform erweitern, die gängige Storagetechnologien unterstützt: FCoE, 10-Gb-iSCSI, 6.0 Gb/s-SAS-Laufwerke und 2,5-Zoll Gehäuse mit 24 Laufwerksschächten.
Die neuen 6.0 Gb/s SAS Disks sind 2/3 kompakter als 3,5-Zoll-Drives, aber 2 x so schnell und benötigen bis 40 Prozent weniger Energie. Die Array-Controller Hardware-Funktionen (Series 40) arbeiten mit Intel Xeon Quad-Core-Prozessoren (bis zu sechs Steckplätze) und sind als Cluster konfiguriert. Preise beginnen laut Hersteller ab EUR 56.000 (ca. 6 TB).
Das Produkt “Live Volume” erweitert die bisherigen Array-bezogenen Disaster-Recovery-Funktionen. Mit “Live Volume” läßt sich ein Netz aus gemeinsam genutzten Compellent-Speicherarrays aufbauen, das über eine Schnittstelle verwaltet wird. Live Volume fungiert dabei quasi als Speicher-Hypervisor, der zwei (Compellent-)Arrays gleichzeitig aktiv Speicherressourcen anbietet. Vorteil: einzelne Volumes lassen sich von einem System auf ein anderes verlagern, um Daten hochverfügbar zu halten. Dieses Konzept löst mehrere Mobilitätsprobleme, u.a. die Verlagerung von Speicherressourcen, die beim Umstellen auf andere Anwendungen, bei Wartungsmaßnahmen, zum Load Balancing oder wegen geplanter Downtime entstehen.
Wenn virtuelle Maschinen mit VMware vMotion oder Microsoft Live Migration bewegt werden, verlagert Live Volume automatisch auch das zugehörige Speichervolume. Die Daten sind dediziert nicht mehr an ein bestimmtes Speicherarray oder RZ gebunden. Stattdessen wird der Storage von mehreren Standorten aus zugänglich – eine architekturbedingte Voraussetzung für Scale-out-Konzepte und Clouds. Live Volume kann mit verschiedenen Hypervisor-Produkten betrieben werden (VMware vSphere, Microsoft Hyper-V, Citrix XenServer).
Live Volume benötigt keine dedizierten Appliances bzw. Server-Agents. Die Anzahl der Live Volumes, die angelegt, gelöscht oder aktualisiert werden können, ist praktisch unbegrenzt (Herstellerangabe). Die Performance virtueller Server wird nicht beeinträchtigt; für jedes Live Volume erfolgt Thin Provisioning und automated Storage Tiering ist möglich.
Compellent “Enterprise Manager” ist ein Verwaltungstool, mit dem mehrere Speicherarrays an beliebigen Orten überwacht werden können. Admins sind damit in der Lage, Replikationen zwischen Arrays zu steuern, auf virtualisierte Server (VMs) zuzugreifen oder Live Volumes zwischen einzelnen Compellent-Systemen zu verwalten.
- Das Client-Plugin VMware vSphere 4.1 ermöglicht die Kontrolle von Compellent-Speichersystemen über die vSphere-Schnittstelle
- Der Compellent Storage Adapter für Citrix StorageLink ermöglicht das Anlegen und Wiederherstellen von Speicherressourcen für die virtuellen Maschinen Microsoft Hyper-V und Citrix XenServer. Die Integration mit Citrix StorageLink Site Recovery bietet Disaster-Recovery von Hyper-V-Workloads durch die Integration mit Thin Provisioning, Snapshots und Thin Replication von Compellent.