München, Starnberg, 21. Febr. 2013 – Neuer Oracle „Next Generation Data Center Index 2013“ stellt fest: die Phase des kurzfristigen Auslagerns von Daten ist beendet...
Zum Hintergrund: Oracle hat seine jährliche Studie „Next Generation Data Center Index“ zwischenzeitlich zum dritten Mal veröffentlicht. Die aktuelle Publikation zeigt, dass Unternehmen in Europa die im letzten Jahr ihre Daten zu externen Dienstleistern ausgelagert haben, nun beginnen diese wieder in eigene Rechenzentren zurückholen. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse aus der Original-Studie von Oracle.
Zitatauszug: „Die Resultate der letztjährigen Erhebung aus dem Januar 2012 ließen darauf schließen, dass Unternehmen vielfach durch das Datenwachstum überrascht waren und darauf mit Outsourcing in externe Rechenzentren reagiert haben. Die nun veröffentlichten Zahlen belegen, dass sich dieser Trend wieder umgekehrt hat. Dies lässt den Schluss zu, dass der Wert, den die Unternehmen ihren Daten zumessen, gestiegen ist und Geschäftsentscheidungen häufiger mit Blick auf vorhandene Daten getroffen werden...“
Die Fähigkeit, seine Daten möglichst nahtlos zwischen Public- und Private Clouds verschieben zu können, wird damit wichtiger.
Daten kehren zurück
- Der Anteil der Unternehmen, die ausschließlich auf unternehmensinterne Rechenzentren setzen, hat sich von 45 Prozent im vergangenen auf 66 Prozent im aktuellen „Next Generation Data Center – Index“ erhöht. Der Anteil der Unternehmen, die ein einziges internes Rechenzentrum betreiben, hat sich von 26% beim Index im Januar 2012 auf 41 Prozent im Januar 2013 erhöht. Ebenfalls gestiegen: der Anteil der Unternehmen, die mehrere Rechenzentren betreiben (von 19 auf 25 Prozent).
- Der Prozentsatz von Firmen, di auf ein einziges internes Rechenzentrum setzen und sich zusätzlich dazu Unterstützung von externen Rechenzentren holen, ist von 26 Prozent auf 18 Prozent gesunken. Auch Unternehmen die mehrere interne Rechenzentren besitzen und weitere Kapazitäten extern zukaufen, sind weniger geworden: Ihr Anteil ging laut Untersuchung von 30 auf 16 Prozent zurück.
- Unternehmen kalkulieren jedoch auch weiterhin mit ansteigendem Datenvolumina: der Anteil der Unternehmen, die innerhalb der nächsten zwölf Monate in ein neues Rechenzentrum investieren wollen, ist von 22 auf 26 Prozent gestiegen.
Weitere Ergebnisse:
- Kurzzeitige Notwendigkeiten wie die Einsatzflexibilität scheinen laut Studie bei der Entwicklung neuer Strategien für Rechenzentren wichtiger zu sein als langfristige Anforderungen wie z.B. die Unterstützung von Geschäftsanforderungen. (Der Index für die Subkategorie „Flexibilität“ ist gestiegen, während der Wert für die „Fähigkeit, das Kerngeschäft zu unterstützen“ leicht gesunken ist).
- Auch der Anteil der Unternehmen, die angeben, in absehbarer Zeit kein neues Rechenzentrum zu benötigen, ist zurückgegangen: von 17 Prozent im Mai 2011 (Index I), auf 8 Prozent im Januar 2012 (Index II) auf nunmehr 7 Prozent (Index III).
- Unternehmen, die ihre IT an den Geschäftsanforderungen ausgerichtet haben, haben generell einen besseren Indexwert. Das zeigt, dass Unternehmen, die mit einer ausgereiften Rechenzentrumsstrategie auf die Anforderungen adäquat reagieren auch profitieren. Die Korrelation der beiden Werte ist im Vergleich zu beiden Untersuchungen zuvor die stärkste die es gab. Am besten nutzen Unternehmen in Skandinavien, Deutschland, der Schweiz und UK ihre Rechenzentren.
- Nachhaltigkeit steht bei der Entwicklung der Rechenzentren mit einem Indexwert von 5,79 ganz oben, vor der Fähigkeit, das Kerngeschäft zu unterstützen (Support-Fähigkeit) mit 5,62 und Flexibilität mit 5,53 Punkten. Nachhaltigkeitsplanungen sind in Skandinavien, UK sowie Deutschland und der Schweiz am ausgereiftesten.
Unternehmen in Deutschland und der Schweiz liegen im Gesamt-Ranking der befragten Länder weiterhin auf Platz zwei.
Hintergrundinformation:
Für die Studie wurden im Oktober 2012 vom Marktforschungsunternehmen Quocirca 952 Manager in großen Organisationen in zehn Ländern/Regionen in Europa und dem Nahen Osten befragt, dazu zählten: Benelux, Deutschland/Schweiz, Frankreich, Spanien/Portugal, Irland, Italien, der Nahe Osten, Skandinavien, Russland und UK.