Tokio, Starnberg, 7. / 11. Juli 2011 – Die Toshiba Corporation gründet Forschungszentren für die Entwicklung neuer Technologien zur Datenspeicherung…
Zum Hintergrund: Forschungsinhalte werden nach Angaben des Herstellers die Speicherung auf hochauflösenden Datenträgern und neue Fertigungsmethoden sein. Aus diesem Grund werden zwei neue Forschungszentren für die Festplatten-Sparte der Toshiba Corporation in Japan ins Leben gerufen. Das "HDD Advanced Technology Center" wird sich mit der Entwicklung der Erhöhung von Speicherdichte auf Datenträgern befassen, während das "HDD Manufacturing Technology Center" die Verbesserung von Fertigungsmethoden zum Ziel hat. Beide Zentren werden am 16. Juli 2011 eröffnet. Kooperationspartner im "HDD Advanced Technology Center" sind sowohl der Hersteller von Schreib-Lese-Köpfen TDK als auch Showa Denko K.K., ein Produzent von Disk-Medien. Heute bietet Toshiba bereits SDD Advanced Drives für den 24x7-Dauerbetrieb, temperaturoptimierte Festplattenlaufwerke und Solid State Drives (SSD) für Industrie- und Enterprise-Anwendungen an.
Bereits 2004 hat Toshiba mit der Auslieferung der ersten Perpendicular Magnetic Recording (PMR) - Festplatten eine Methode zur Datenspeicherung auf den Markt gebracht, die bis heute führend im Bereich der hochauflösenden Datenspeicherung ist und wesentliche Fortschritte bei der Speicherkapazität gebracht hat. Jedoch ist die Kapazität bei PMR aus physikalischen Gründen auf 1,6 Gbit/mm2 begrenzt. Höhere Auflösungen setzen daher neue technologische Entwicklungen voraus.
Zusammen mit TDK und Showa Denko widmet sich Toshiba deshalb in seinem "HDD Advanced Technology Center" einer neuen Nachfolge-Generationen von Festplatten mit höherer Speicherdichte, indem Methoden wie Energy-Assist- oder Bit-Pattern-Technologien erforscht werden. Die Produktion dieser neuen Generationen von Massenspeichern steht im Mittelpunkt der Fertigungsforschung von Toshiba und TDK im ebenfalls neu gegründeten "HDD Manufacturing Technology Center".
Neben Toshiba arbeiten derzeit verschiedensten Forschungseinrichtungen und Firmen (siehe auch IBM / ETH Zürich in unserem Beitrag zu Nanospeichern unter http://www.storageconsortium.de/content/node/732) an der Entwicklung von neuen Speicherverfahren, die das Potential haben, die derzeitige Festplattentechnik mittelfristig zu ersetzen bzw. zu ergänzen.