Die Disk-basierte Backup- und Replikationslösung DXi3500 von Quantum wird auch im Hochschulbereich erfolgreich eingesetzt. Durch die integrierte Deduplizierungstechnologie konnte die St. Thomas Universität im US-Bundesstaat Minnesota in den sechs Monaten seit deren Einsatz 90 Prozent des bisher benötigten Plattenplatzes einsparen und die Backup-Zeit halbieren. Fehlerhafte Backups wurden eliminiert, Zeit und Kosten für die Verwaltung erheblich reduziert. Für deutsche Universitäten, die täglich mit einem immensen Datenvolumen zurechtkommen müssen, ist das maßgeblich für ihre Datenvorhaltung.
Nach Schätzungen von Werner Baur, Leiter der Gruppe Speichersysteme am Leibniz- Rechenzentrum (LRZ), die auf dem an den Münchner Universitäten beobachteten Datenaufkommen beruhen, beläuft sich die täglich zu sichernde Datenmenge an einer größeren deutschen Universität auf 5 TB, jährlich wächst der Datenbestand um ein halbes PB, Tendenz steigend.
Zu viele Daten für zu kleine Backup-Fenster
Wie viele deutsche Hochschulen hat auch die US-amerikanische St. Thomas Universität mit einer riesigen Datenmenge zu kämpfen. Deren beiden Rechenzentren stehen an den zwei Hochschul-Standorten am St. Paul Campus und am Minneapolis Campus. Insgesamt sind 200 Windows- und Unix-Server im Einsatz, auf denen rund 60 Applikationen laufen. Täglich wurden dort 1 TB inkrementelle Backups, während der Wochenenden 20 TB große Full- Backups auf eine Scalar i2000 Enterprise Tape Library in St. Paul und einem kleineren Autoloader in Minneapolis gefahren. Weil die Datenmengen ständig weiter stiegen, versuchte sich die Uni mit einem Disk-zu-Disk-zu-Tape (D2D2T) Backup für das universitätsweite SAN auszuhelfen. Dies war allerdings nur eine temporäre Lösung: Durch das fragmentierte Arbeiten der D2D-Anwendung wurden die Backups so langsam, dass sie bis in den nächsten Werktag hineinreichten. Zusätzlich machten regelmäßige Systemausfälle die Backup- Prozesse zum absoluten Problemfall. So wurde den 30 Mitarbeitern der IT-Abteilung schnell klar, dass sie ihre Backup-Zeiten verringern und mittels einer leistungsstärkeren Lösung optimieren mussten. Nachdem die Universität mit den bereits im Einsatz befindlichen Quantum Libraries sehr zufrieden war, hat sie sich – nach kurzer Sichtung anderer Anbieter –– wieder für eine Quantum-Lösung entschieden: „Die DXi-Anwendung hat uns vor allem wegen der Einsatzmöglichkeit als Virtual Tape Library überzeugt und weil sie keine spezielle Backup-Software oder Load Agents benötigt“, sagt Laura Thomas, Server Administrator der Universität St. Thomas. „Mit den Quantum Bandbibliotheken haben wir bislang nur positive Erfahrungen gemacht, auch der Support ist immer sehr gut. Und die DXi läuft bislang ebenso reibungslos.“
Die Universität St. Thomas hat nun neben einer Scalar i2000 Tape Library mit sechs LTO-3 Laufwerken auf dem St. Paul Campus und einer Scalar i500 Tape Library mit zwei LTO-3 Laufwerken am Minneapolis Campus eine 1,2 TB DXi3500 von Quantum im Einsatz, die für reibungsloses Backup sorgt und – bei späterer Nutzung einer zweiten DXi-Appliance – auch Remote Replikation ermöglicht. Die Implementierung lief innerhalb einer Stunde einwandfrei.
Die DXi-Appliance ist an das gleiche Fibre-Channel-Netz angebunden wie die universitären Tape Libraries und Server. Für kurze Datenvorhaltungszeiten (üblicherweise bis zu zwei Wochen) werden Disk-Backups eingesetzt. Für eine längere Archivierung werden die Daten auf Tape gezogen und offsite gelagert. Durch das Deduplikations-Feature der DXi3500 steht der Universität nun mehr Disk-Kapazität zur Verfügung – die täglichen inkrementellen Backups belaufen sich auf etwa 1 TB, die DXi3500 leistet bis 1,2 TB.
„Derzeit haben wir eine Deduplikationsrate von 10:1. Da nach und nach mehr Daten durch die DXi3500 abgewickelt werden, rechne ich mit einer weiteren Steigerung dieser Rate“, so Laura Thomas. Indem Daten von den langsamer laufenden Servern abgezogen und nun von der DXi über eine einzige Verbindungsstelle abgewickelt werden, hat sich die Backup-Zeit von zehn auf fünf Stunden reduziert, die Zuverlässigkeit erhöht und die Administration vereinfacht.
Remote Replikation als wichtiges Feature für Hochschulen
Für die Zukunft plant die Hochschule die Verlegung der vorhandenen DXi an den Minneapolis-Campus und die Anschaffung einer DXi5500 für das große St. Paul Rechenzentrum. Angesichts eines 30-prozentigen Datenwachstums sollen zukünftig mehr Backups über die DXi-Serie und weniger über Tape abgewickelt werden. Über Remote Replikation können die Daten der gesamten Hochschule dann zuverlässig zwischen den beiden Universitäts-Standorten ausgetauscht werden.
Die Replikation von Daten zwischen entfernten Standorten ist gerade für deutsche Hochschulen wichtig, da hierzulande das Campus-Modell nicht so ausgeprägt ist wie in den USA beispielsweise. Vielmehr sind Institute und Fakultäten deutscher Universitäten oft über die ganze Stadt verteilt, was die Datensicherung und deren Austausch eher noch erschwert. Eine Speicherlösung mit integrierter Deduplikations- und Remote Replikations-Technologie schafft da Abhilfe.
Weitergehende Informationen zu Quantums Daten-Deduplikationslösungen unter www.quantum.com/dedupe
Mehr zur Implementierung an der St. Thomas Universität unter www.quantum.com/stthomas