
Infrastruktur-Überwachung von Konfigurations-Management und Bereitstellungspipelines bis hin zu benutzerdefinierten Workflows sowie API-gesteuerten Prozessen...
Hintergrund
Open Source, Kubernetes, Cloud-Infrastrukturen und regulatorische Anforderungen stellen IT-Teams vor neue Herausforderungen: Systeme werden verteilter, komplexer und geschäftskritischer.
Icinga ist ein Open-Source-Softwareunternehmen mit Sitz in Nürnberg und entstand im Jahr 2009 als Fork aus Nagios. Inzwischen ist es laut Entwickler ein kompletter Rewrite mit neuer Architektur und neuer Konfigurationssprache.
Aktuell nutzen denn auch Organisationen verschiedener Branchen wie Finanzdienstleistung, Telekommunikation und Handel den Anbieter Icinga, um geschäftskritischen Infrastrukturen zu überwachen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. In Deutschland zählen laut dem Unternehmen u.a. die Deutsche Telekom IT, ING und Müller zu den Nutzern der Lösung.
Als Open-Source-Lösung wird Icinga nach vorliegenden Informationen "unabhängig von Investoren von einer internationalen Community in Zusammenarbeit mit einem professionellen Kernteam kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert."
Der Lösungsansatz von Icinga (Quelle: Anbieter)
Icinga stellt im Kern eine Open-Source-Monitoring-Lösung für komplexe, verteilte IT-Infrastrukturen bereit. Es lassen sich damit Hosts, Services und Anwendungen in privaten, öffentlichen und hybriden Cloud-Umgebungen skalierbar überwachen. Konfiguration, Automatisierung und Integration in bestehende Toolchains - Ticketing, CMDB, Dashboarding - erfolgen dabei über APIs sowie einem Plugin-Ökosystem.
Im Gegensatz zu reinen Prometheus-Konfigurationen z.B. liefert Icinga Einblicke, indem es Rohdaten automatisch in verständliche Zustände umwandelt. So müssen Betreiber nicht mehr raten, warum etwas nicht funktioniert hat, sondern es wird die genaue Ursache angezeigt.
Beispiel: Icinga for Kubernetes
Die Lösung ist in der Lage, sowohl Kubernetes-Cluster als auch die lokale Infrastruktur zu monitoren. Damit bietet es eine einheitliche Überwachung für hybride Infrastrukturen, mit der Kubernetes-Cluster und herkömmliche lokale Umgebungen über eine zentrale Oberfläche im Monitoring stehen. Dies kann die Fehlerbehebung vereinfachen und helfen, eine einheitliche Transparenz über alle Systeme hinweg zu erreichen.
Beispiel: Netzwerkverwaltung
Allgemeine SNMP-Überwachung: Das Simple Network Management Protocol ist weiterhin ein Industriestandard zur Überwachung von Netzwerkschnittstellen und Geräten. Die Daten werden über Objektkennungen (Object Identifiers, OIDs) bereitgestellt, wobei jede OID eine bestimmte Metrik repräsentiert.
Die Lösung erfasst dazu laut Enwickler in regelmäßigen Abständen mehrere OIDs je nach Auswahl über SNMP. Anhand dieser Informationen wird der Status jeder Schnittstelle ermittelt, Fehler werden identifiziert und die Bandbreitennutzung jeder Schnittstelle überwacht. Zu den gängigen Überwachungsprüfungen gehören:
"Verfügbarkeit und Status von Netzwerkschnittstellen
Durchsatz des ein- und ausgehenden Datenverkehrs
Fehler an Netzwerkschnittstellen
Verworfene Daten an Netzwerkschnittstellen
CPU-Auslastung
Speicherauslastung
Festplattenauslastung
Hardwarezustand."

Im Bild: Eric Lippmann, CTO bei Icinga (Foto, Copyright: Icinga).
Querverweis:
Unser Beitrag mit Podcast > Container oder virtuelle Maschinen – was ist die bessere Wahl?
Unser Beitrag > Preventive AIOps in der Smart Factory: Wie KI mögliche Ausfälle vermeidet und Industrieprozesse stabilisiert