Einheitliche Basis für die Hybrid-Cloud, um steigenden Sicherheitsanforderungen zu begegnen. Quantenresistente Kryptografie, optimierte Upgrade-Pfade und KI-Unterstützung…
Hintergrund
Red Hat hat am 6. Mai 2026 die kommende Verfügbarkeit von Red Hat Enterprise Linux 10.2 und 9.8 angekündigt (Red Hat Satellite 6.19 ist jetzt bereits verfügbar). Beide Versionen sollen Unternehmen dabei helfen, künftige Sicherheitsbedrohungen besser zu bewältigen, KI-Innovationen zu beschleunigen und den IT-Betrieb stabiler zu gestalten.
Ankündigungsübersicht
Red Hat Enterprise Linux 10.2 und 9.8 bieten eine Betriebssystemplattform, die den IT-Betrieb in der Hybrid-Cloud unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten vereinheitlicht. Durch die Verbesserung von Funktionen für vertrauliches Computing als Betriebssystemgrundlage soll sich dann eine vertrauenswürdige Umgebung für KI-Workloads bereitstellen lassen. Dies betrifft den Schutz sensibler Daten, während diese im Arbeitsspeicher und auf der CPU verarbeitet werden.
Weitere Sicherheitsfunktionen für kritische Produktions-Workloads wie Post-Quantum-Kryptografie und versiegelte Images – als Technologievorschau, die durch den Image-Modus ermöglicht wird – unterstützten zusätzlich. Die KI-gesteuerte Automatisierung wurde entwickelt, um komplexe Upgrades vereinfachen.
Das gemeinsam mit Red Hat Enterprise Linux verfügbare Red Hat Certificate System 11.0 führt danach quantenresistente Signaturen ein, sodass laut Anbieter aktuelle NIST-Standards erfüllen werden und Unternehmen sich gegen „Harvest now, decrypt later“-Strategien von Cyberkriminellen besser schützen können. Diese sammeln bekanntlich verschlüsselte Daten bereits jetzt im großen Stil, um sie später mit Quantencomputern binnen Minuten zu entschlüsseln. Quantensichere Signaturen können bereits heute sensible Daten gegen künftige Angriffe absichern.
Kunden von Red Hat und CrowdStrike sollen laut Anbieter mit den neuen Releases einen Zugriff auf über 2.300 neue Malware-Signaturen erhalten, was die Erkennung von Bedrohungen verbessert und eine effektivere Umsetzung pro-aktiver Sicherheitsstrategien ermöglichen soll.
Model Context Protocol (MCP-)Server für Red Hat Satellite (Technology Preview), Red Hat Enterprise Linux (Developer Preview) und Red Hat Lightspeed (Developer Preview) adressieren den Bereich Linux-Management mit KI als AI-ready Ansatz. Agenten können sicherer und in Echtzeit auf Linux-Daten zugreifen, sodass sich für Administratoren Red Hat Enterprise Linux mithilfe natürlicher Sprache und automatisierter, mehrstufiger Workflows einfacher verwalten lässt.
Mit ‚goose‘ steht im Extensions Repository ein neuer Open-Source-Agent bereit, der sich mit mehreren MCP-Servern verbindet und über eine zentrale Kommandozeile angesprochen wird. Er wurde entwickelt, um Unternehmen den Übergang vom manuellen Troubleshooting hin zu einem schnelleren und automatisierten Infrastruktur-Management zu erleichtern.
Red Hat Satellite 6.19 fokussiert auch das Thema „digitale Souveränität“ mit Einführung eines KI-gestützten Troubleshootings über den neuen MCP-Server für Satellite. Es läßt sich um einen zusätzlichen 12-monatigen Extended Update Support (EUS) für langfristige Betriebssicherheit ergänzen.
Die Umsetzung der Best Practices für In-Place-Upgrades von Red Hat Enterprise Linux soll danach durch die neue Systemrolle, die als Red Hat Ansible Certified Content Collection bereitsteht, sowie sichere Self-Service-Upgrades via Red Hat Ansible Automation Platform vereinfacht werden können.
Dazu werden aut Entwickler auch Neuerungen im Image Mode beitragen, der den Download von Updates erlaubt, ohne sie sofort einspielen zu müssen. Betriebe erhalten so mehr Freiheiten, wann und wie sie Patches und andere Aktualisierungen installieren, um die Uptime ihrer Systeme zu verbessern.
Querverweis:
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