Unterstützte Dienste sind Amazon Bedrock AgentCore, Amazon Bedrock Agents. Microsoft- und Google-Agentenplattformen sollen folgen; Weg zur autonomen Cyber-Resilienz...
Hintergrund
Cohesity hat am 16. Sept. 2026 „Cohesity Agent Resilience“ angekündigt. Die neue Funktion der Cohesity Data Cloud ist laut Entwickler in der Lage, Infrastrukturen für KI-Agenten im Unternehmen zu erfassen, zu schützen und wiederherzustellen.
Das Unternehmen hat ferner seine Vision für "Autonomous Cyber Resilience“ vorgestellt. Sie nutzt agentenbasierte Workflows, um das fünfstufige Cyber Resilience Framework zu automatisieren:
- Schutz von Daten, Identitäten, Anwendungen und Agenten;
- Sicherstellung der Wiederherstellbarkeit in allen Szenarien;
- Behebung von Cyber- und KI-Bedrohungen;
- Einübung der Wiederherstellung von Anwendungen;
- Reduzieren des Risikos bei Daten und KI.
Zudem wurde die „Cohesity AI Resilience Academy“ ins Leben gerufen. Diese startet mit einem kostenlosen Kurs, der Unternehmen dabei helfen soll, Risiken zu beherrschen, wenn KI-Systeme sich von der Beratung von Menschen zum eigenständigen Handeln entwickeln. Cohesity präsentiert die neuen Angebote auch auf seinem AI & Data Security Summit "Cohesity Catalyst".
Ankündigungsdetails
Wenn KI-Agenten im Unternehmen Datenbanken abfragen, Workloads aktualisieren und privilegierte Zugangsdaten nutzen, geschieht dies häufig, ohne dass eine Person jede einzelne Aktion überprüft. Gartner z.B. prognostiziert, dass „bis 2026 bis zu 40 % der Unternehmensanwendungen integrierte, aufgabenspezifische Agenten enthalten werden, gegenüber weniger als 5 % heute.“ (1)
Governance- und Observability-Tools können zwar ein unerwartetes Verhalten erkennen, aber nicht Daten oder Systeme wiederherstellen, nachdem ein Agent sie verändert, beschädigt oder gelöscht hat. Cohesity Agent Resilience wurde laut Anbieter entwickelt, „diese Lücke bei der Wiederherstellung zu schließen.“
Wie Cohesity Agent Resilience die Infrastruktur für KI-Agenten schützt:
„Das Verhalten eines KI-Agenten hängt von mehreren Komponenten ab, darunter Agentenspeicher, Konfiguration, Zugangsdaten, Guardrails und Workflows. Zum Start schützt Cohesity Agent Resilience den Arbeitsspeicher und die Konfiguration von Agenten mit derselben Snapshot-Architektur, unveränderlichen Backups und Clean-Room-Wiederherstellung, die bereits für sensible Workloads und Daten in On-Premises-, Cloud- und SaaS-Umgebungen verwendet wird.
Cohesity Agent Resilience umfasst zwei Kernfunktionen:
- "Agentenstatus schützen: Schutz von Agentenspeicher und -konfiguration mit Point-in-Time-Wiederherstellungsfunktionen. Dies hilft Teams, Agenten nach Speicherbeschädigung, Fehlkonfiguration oder böswilliger Aktivität in einen bekanntermaßen fehlerfreien Zustand zurückzusetzen.
- Schützen, was Agenten verwalten: Schutz von Datenbanken, Dateisystemen und anderen Diensten, mit denen Agenten interagieren, um bei Bedarf eine präzise Wiederherstellung betroffener Ressourcen zu ermöglichen."
Die Agenten-Topologie bietet Teams eine einheitliche Ansicht jedes Agenten, einschließlich Speicherorte, verbundenen Anwendungen, Datenbanken und der unterstützenden Infrastruktur. Das erleichtert es, Agentenabhängigkeiten zu verstehen, die Schutzabdeckung zu bewerten und die Ressourcen zu identifizieren, die zur Wiederherstellung vertrauenswürdiger Prozesse bei Vorfällen erforderlich sind.
Zum Start ist Agent Resilience mit Amazon Bedrock integriert. Die Unterstützung weiterer Agentenplattformen, einschließlich Angeboten von Microsoft und Google, ist laut Anbieter geplant. Cohesity Agent Resilience ist danach ab sofort für ausgewählte Kunden verfügbar, die allgemeine Verfügbarkeit soll für Ende des Jahres vorgesehen sein. Ein Weg zur autonomen Cyber-Resilienz
Cohesity zeigt ferner, wie agentische Workflows dazu beitragen können, das fünfstufige Cyber Resilience Framework operativ umzusetzen. Ziel ist es, bisherige manuell konfigurierte, punktuelle Pläne zu einem System weiterzuentwickeln, das kontinuierlich Daten erkennt und schützt, die Recovery-Bereitschaft überprüft und Reaktions- sowie Wiederherstellungspläne an veränderte Bedingungen anpasst; dies unter menschlicher Aufsicht.
Da Angreifer zunehmend KI einsetzen, um von der ersten Kompromittierung bis zur Störung des Betriebs zu gelangen, können Resilienzpläne, die auf manueller Triage und sequenziellen Freigaben beruhen, dann oft nicht mehr Schritt halten.
Von festgelegten Zielen zur automatisierten Ausführung
Im Rahmen des Modells für Autonomous Cyber Resilience definieren Teams Ziele über Cohesity Copilot, anstelle ihre Richtlinien manuell über Anwendungen hinweg zu konfigurieren.
Administratoren können z.B. festlegen, dass alle Anwendungen und Daten, die zur Aufrechterhaltung kritischer Geschäftsabläufe während eines Cyber-Vorfalls erforderlich sind, festgelegte Recovery Time Objectives (RTOs) und Recovery Point Objectices (RPOs) erfüllen sowie bestimmten Anforderungen an Bedrohungsscans und Wiederherstellungstests entsprechen müssen.
Die Cohesity Data Cloud bewertet die Resilienzlage dieser Workloads, empfiehlt geeignete Schutzrichtlinien, Bedrohungsscan-Strategien und Übungspläne zur Wiederherstellung und legt diese Empfehlungen zur Genehmigung vor der Ausführung vor.
Während eines Cyber-Vorfalls können Verantwortliche automatisierte Reaktions- und Recovery-Workflows starten, um das Ausmaß der Auswirkungen zu bewerten, Anzeichen für Angreiferaktivitäten zu identifizieren und eine isolierte Wiederherstellungsumgebung vorzubereiten. So lassen sich Untersuchung und Wiederherstellung beschleunigen.

Abb.: The Cohesity 5 steps of cyber resilience© (Bildquelle: Cohesity) .
Automatischer Schutz für neue sensible Daten
Als Schritt in Richtung dieses Modells hat Cohesity Erweiterungen bestehender Funktionen vorgestellt. Kunden der Cohesity Data Cloud Enterprise Edition und Cohesity DSPM können damit den Schutz neu entdeckter sensibler Daten automatisieren.
Das Leistungsangebot erkennt und klassifiziert laut Entwickler kontinuierlich sensible Daten, bewertet deren Schutzstatus und kann auf Basis von Richtlinien Schutzmaßnahmen aktivieren. Administratoren können die Workflows direkt oder über Cohesity Copilot konfigurieren und verwalten.
Das Modell für Autonomous Cyber Resilience baut auf Cohesity RecoveryAgent auf. Dieser orchestriert wesentliche Teile der Incident Response und Recovery und hilft Sicherheits- und IT-Teams, nach einem gemeinsamen Plan vorzugehen.
Cohesity Maestro wird laut Anbieter mit erweiterten Funktionen, die später im Jahr 2026 geplant sind, die Schutz-, Reaktions- und Wiederherstellung von Cohesity mit den bevorzugten KI-Tools der Kunden verbinden. Dazu zählen Claude, ChatGPT und Gemini sowie mit Cohesity Helios die einheitliche Verwaltungskonsole des Unternehmens.
Cohesity plant danach auch, weitere Automatisierungen zu ergänzen, während sich die Vision der Autonomous Cyber Resilience der kommerziellen Verfügbarkeit annähert.
Cohesity startet „AI Resilience Academy“
Der erste Kurs, „Foundations of AI Resilience with Cohesity“, beginnt mit einer einfachen Unterscheidung: KI-Assistenten geben Empfehlungen; KI-Agenten können Veränderungen vornehmen. Der kostenlose, selbstgesteuerte Kurs dauert 25 bis 30 Minuten, konzentriert sich auf Konzepte und Begriffe statt auf die Produktkonfiguration und soll laut Anbieter folgendes Wissen vermitteln:
"Einen KI-Agenten definieren und ihn von einem KI-Assistenten unterscheiden.
Die zusätzlichen Risiken erklären, die durch den KI-Übergang vom Beraten zum Handeln entstehen.
Zwei Lücken im KI-Lebenszyklus identifizieren - bevor und nachdem ein Agent handelt.
Auf hoher Ebene beschreiben, wie der Cohesity Gaia Catalog die vorgelagerte Lücke schließt.
Auf hoher Ebene beschreiben, wie Cohesity Agent Resilience die nachgelagerte Lücke schließt.
Anhand von Cohesity Gaia Catalog und Agent Resilience wird die Architektur und Produktausrichtung von Cohesity veranschaulicht."
Zur Produktverfügbarkeit (Quelle, Anbieter): "Cohesity Agent Resilience ist ab sofort für ausgewählte Kunden verfügbar. Der automatisierte Schutz für neu entdeckte sensible Daten ist jetzt für Kunden von Cohesity Data Cloud Enterprise Edition und Cohesity DSPM verfügbar."
(1) Quelle: Gartner: „Gartner Predicts 40% of Enterprise Apps Will Feature Task-Specific AI Agents by 2026, Up from Less Than 5% in 2025“.
Querverweis:
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