„Headless“-Architektur mit Schutzmaßnahmen, Echtzeit-Telemetrie, autonomen Agenten und KI-Suche. Basiert auf offenem MCP-Standard und lässt sich nativ in KI-Plattformen integrieren...
Hintergrund
Die neue Lösung Cohesity Maestro repräsentiert nativ über das Model Context Protocol (MCP) die gesamte Cohesity Data Cloud – inklusive Cyberresilienz-Prozesse, Echtzeit-Telemetrie, autonome Agenten sowie die KI-gestützte Such- und Wissens-Engine Cohesity Gaia.
Ähnlich wie z.B. Salesforce per „Headless“-Unternehmenssoftware ihre gesamte CRM-Plattform über offene Standards für externe KI-Agenten steuerbar macht, möchte Cohesity den selben architektonischen Wandel nun in den Bereich Datensicherheit bringen.
Über die Headless-Architektur für Cyberresilienz können laut Anbieter wichtige Cohesity-Aktionen, Telemetriesignale und Datenbestände über Agenten gesteuert werden, ohne dass eine Cohesity-Benutzeroberfläche dazu erforderlich ist.
Ankündigungsdetails
Cohesity Maestro basiert auf dem offenen MCP-Standard und lässt sich laut Entwickler nativ in die KI-Plattformen integrieren, die Unternehmen bereits nutzen, darunter Anthropic Claude, OpenAI ChatGPT und Google Gemini. Dies soll völlig ohne benutzerdefinierte Integrationen oder proprietäre Konnektoren funktionieren. Cohesity Maestro wurde auf Offenheit hin konzipiert und Unternehmen sollen eine breite Auswahl bei ihrem KI-Stack sowie die Flexibilität erhalten, um die jeweils für sie am besten geeigneten KI-Tools einzusetzen.
Zentrale Funktionen der neuen Lösung (Quelle: Cohesity)
"IT- und Sicherheitsteams können abfragen, was sich in den letzten 24 Stunden in ihrer Umgebung geändert hat. Sie erhalten danach eine nach Priorität geordnete Übersicht zu geschäftskritischen Risiken und Wiederherstellungslücken. Darauf basierend können sie Bedrohungen aufspüren, Wiederherstellungen auslösen und das Recovery direkt über bereits genutzte KI-Tools steuern, ohne zu einer separaten Konsole wechseln zu müssen.
Mit Cohesity Maestro erhalten Kunden nativen Zugriff auf Funktionen der Cohesity-Plattform, darunter:
"Orchestrierung der Cyberresilienz – Maßnahmen zur Datensicherheit, inklusive Schutz, Wiederherstellung, Status, Berichterstellung, Abfragestatus, Recovery-Gruppen, Blueprints, Threat Hunting u.v.m.
Telemetrie und Bedrohungssignale – Sicherheits-Telemetrie und Betriebssignale in Echtzeit, die in jeden KI-Workflow eingebunden sind und so eine maßgeschneiderte Intelligence-Ebene ermöglichen, die in bestehende Betriebsabläufe integriert ist.
Cohesity Gaia – semantisch angereicherte Suche über alle geschützten Daten hinweg, unterstützt durch NVIDIA-Enterprise-KI und einen Metadatenkatalog, der Einblicke in Unternehmensdaten liefert soll um bessere Agenten zu entwickeln (verfügbar für Cohesity Gaia-Kunden)
Cohesity KI-Agenten – darunter Cohesity Copilot für dialogbasierte Berichterstellung, Anomalieerkennung und operative Maßnahmen sowie Cohesity RecoveryAgent zur Orchestrierung von Recovery-Gruppen und Blueprints; weitere Agenten folgen."

Bildquelle: Cohesity Maestro.
Kommentarauszug Sanjay Poonen, CEO von Cohesity: „Unsere Kunden haben sich bereits für KI-Plattformen wie Claude, Gemini oder GPT entschieden. Nun ermöglicht Cohesity Maestro diesen Plattformen den direkten Zugriff auf unsere Datensicherungsfunktionen – ohne neue Konsole oder Workflow-Änderungen..."
"Technologien sollten sich an Arbeitsweisen anpassen"
Der Ansatz von Cohesity mit "Maestro" erfährt nach Angaben des Anbieters nun eine neue Richtung. Zitat: "Unternehmen bewerten KI-Plattformen nicht mehr. Sie haben sich bereits für eine entschieden. Ihre Teams entwickeln weiterhin Arbeitsabläufe rund um Claude, Gemini und ChatGPT, die von Woche zu Woche leistungsfähiger werden. Die Frage an Anbieter lautet nicht mehr: „Können Sie uns KI liefern?“ Sondern: „Kann Ihr Produkt uns dort abholen, wo wir bereits stehen?“
Viele Unternehmen entwickeln ihre eigenen KI-gesteuerten Workflows und nutzen Modelle, Tools und Dashboards, die auf Arbeitsweisen ihrer Teams zugeschnitten sind. In diese Umgebung will sich Cohesity Maestro jetzt nahtlos einfügen und dabei denselben rollenbasierten Zugriffskontrollen, Authentifizierungs- und Audit-Rahmenbedingungen unterliegen, die auch für den direkten Plattformzugriff gelten.
Zusammenfassung der Ankündigung
"Cohesity schreibt das KI-Tool nicht vor, sondern integriert sich in die Lösung, die Kunden bereits nach ihren eigenen Sicherheitsvorgaben aufbauen. Da KI-Agenten immer leistungsfähiger werden, kann dieser Ansatz den Grundstein für ein neues Modell autonomer Geschäftsresilienz bieten. Dabei erkennt ein Agent Probleme, legt die geeignete Reaktion fest und handelt, ohne auf Anweisungen durch Menschen zu warten..."
Zur Verfügbarkeit: Cohesity Copilot und RecoveryAgent sind laut Anbieter ab sofort verfügbar, ebenso wie die Unterstützung von Cohesity Gaia für MCP. Die Cohesity Maestro MCP-Schnittstelle und weitere Agenten sollen dann voraussichtlich noch im Laufe des Jahres 2026 erhältlich sein."
Stand: 18. Juni 2026.
Querverweis:
Unser Beitrag > Rubrik Agent Cloud (RAC): Neue Kontrollebene zu Agent Deployment und Cyberresilienz für Google Gemini Enterprise
Unser Beitrag > Backup-Restore und Ransomwareschutz: NAKIVO erweitert Plattformunterstützung mit Version v11.2
Unser Beitrag > Nutanix Agentic AI: NCP Nutanix Cloud Platform Erweiterungen für virtualisierte- und KI-Workloads
Unser Beitrag > Wie Mikrosegmentierung helfen kann, die kritische Lücke zwischen Erkennung und Eindämmung bei KI-gestützten Cyberangriffe zu schließen