
Ziel ist die Bereitstellung einer skalierbaren & hochsicheren Plattform für künftige KI-gestützte Anwendungen und datengetriebene Services innerhalb des Sana-Konzerns…
Hintergrund
Der Fokus liegt bei diesem Schritt auf dem (Zitat) „Schutz der Patientinnen und Patienten – und damit auf der Sicherheit ihrer besonders schützenswerten Gesundheitsdaten". Zugleich reagiert Sana auf veränderte politische, wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen sowie auf den wachsenden Anspruch an digitale Souveränität im europäischen Gesundheitswesen. Ebenso soll die zunehmende Abhängigkeit von einzelnen Herstellern und internationalen Hyperscalern reduziert werden.
Details zur Ankündigung (Stand: 15.1.26)
Als einer der größten privaten Gesundheitsdienstleister Deutschlands mit einem breiten Klinik- und Versorgungsnetz investiert Sana laut der Ankündigung seit Jahren konsequent in die Modernisierung seiner IT-Landschaft – mit einem "klaren Fokus auf Datensicherheit, hohe Verfügbarkeit und den verlässlichen Schutz sensibler Gesundheitsdaten."
Die Partnerschaft soll das höchstmögliche Sicherheitsniveau für sensible Patientendaten nach europäischen Standards ermöglichen. Die Sana Kliniken und STACKIT - Cloud-Anbieter von Schwarz Digits, der IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe - haben hierzu einen Rahmenvertrag über die Nutzung der STACKIT Cloud geschlossen.
Aufbau einer autarken Cloud-Landingzone
"Im ersten Schritt wird dazu eine autarke „Landingzone“ in der STACKIT Cloud aufgebaut. Diese standardisierte Zielumgebung bildet die Basis, um ausgewählte IT-Services und Anwendungen der Sana IT Services bei STACKIT bereitzustellen und produktiv zu betreiben.
Auf dieser Grundlage werden sukzessive erste Projekte in die STACKIT-Infrastruktur überführt und dort produktiv umgesetzt. Verbunden ist damit das Ziel, Betriebs- und Sicherheitsstandards zu etablieren, die Erweiterung um ergänzende Funktionen und Dienste planbar zu gestalten und Erfahrungen zu sammeln.
Mit der modularen Klinikplattform Avelios Medical, die danach in Zukunft mehrere verschiedene Krankenhausinformationssysteme (KIS) im Konzern ersetzen soll, und OmniConnect, einer Schnittstellensoftware zur sicheren Kommunikation zwischen KIS und der Telematikinfrastruktur, verlegt Sana bereits während der ersten Phase zwei zentrale Bausteine ihrer digitalen Transformation in die STACKIT Cloud – zunächst genutzt von ausgewählten Einrichtungen.
Nach einer Erprobungsphase 2026 sollen ab 2027 der konzernweite Rollout in alle Häuser und Einrichtungen sowie die Verlegung weiterer Services in die Cloud erfolgen."

Abb.: Sana Kliniken und STACKIT schließen Rahmenvertrag für souveräne Cloud-Infrastruktur / Sana Kliniken AG (Bildquelle).
Kommenarauszug Stefanie Kemp, Vorstandsmitglied und Chief Transformation Officer der Sana Kliniken AG: „Die geopolitische Lage und neue regulatorische Vorgaben machen deutlich, dass wir unsere digitale Infrastruktur so ausrichten müssen, dass Datenhoheit, Sicherheit und Verfügbarkeit langfristig in unserer Hand bleiben. Eine leistungsfähige europäische Cloud-Alternative ist dafür ein zentraler Baustein.“
Baustein der Digitalisierungsstrategie von Sana
Die Kooperation mit STACKIT ist Teil der umfassenden Transformations- und Digitalisierungsstrategie der Sana Kliniken AG. Die Sana IT Services, der zentrale IT-Dienstleister der Sana Kliniken, bündelt ehemals dezentral organisierte IT-Einheiten in einer zentralen, konzernweiten IT-Organisation und treibt die Vereinheitlichung von IT-Infrastruktur und Applikationslandschaft voran.
Ziel wird es sein, moderne digitale Technologien einheitlich bereitzustellen, Behandlungsprozesse zu vereinfachen, Arbeitsabläufe besser zu unterstützen und neue, datengetriebene Services zu ermöglichen.
Durch den Aufbau einer souveränen Cloud-Infrastruktur wird die Grundlage geschaffen, um zukünftige Anwendungen – etwa im Bereich Datenanalyse, KI-unterstützte Prozesse oder vernetzte Versorgungsangebote – sicher und skalierbar zu betreiben. Gleichzeitig stärkt Sana nach vorliegenden Angaben mit der Partnerschaft die eigene Resilienz gegenüber globalen Markt- und Regulierungseinflüssen.
Querverweis:
Unser Beitrag > Zentrale Risiken beim Einsatz von KI-Agenten
Unser Beitrag > IT als Enabler und Business Apps als Zukunft der (CX) Customer Experience. Schluss mit Mammutprojekten!
Unser Blogpost > Wie Künstliche Intelligenz die Anforderungen an IT-Infrastruktur und Datenspeicher erhöht