Auf Bedrohungsinformationen basierende Funktionen werden direkt eingebunden, um eine schnelle und sichere Wiederherstellung nach Angriffen zu erreichen. Neue Scan-Funktionen für Datei-Hashes…
Hintergrund
Werden Unternehmen angegriffen, ist eine grundlegende Frage von Bedeutung: Welche Wiederherstellungspunkte sind sicher? Zwar können Security-Teams die Indikatoren für eine Kompromittierung (Indicators of Compromise, IOCs) relativ schnell erkennen. Die zur Wiederherstellung zuständigen Teams müssen die Backup-Daten aber erst validieren, bevor der Prozess starten kann. Dies verzögert die Wiederherstellung in einer kritischen Lage, in der jede Minute zählt.
Zur Ankündigung
Commvault hat eine neue Integration mit Google Threat Intelligence vorgestellt. Dabei werden Daten und Scan-Funktionen von Googles Plattform für Bedrohungsinformationen direkt in die Workflows von Commvault Threat Scan eingebunden. So sollen globale Bedrohungsinformationen bei der Wiederherstellung sofort Berücksichtigung finden und saubere Wiederherstellungspunkte schneller identifiziert werden können.
Google Threat Intelligence kombiniert dazu seine Erkenntnisse aus mehreren Quellen, die Google beim Schutz von Milliarden von Usern gewinnt. Dazu zählen u.a. Mandiant Frontline Intelligence, VirusTotal und Google Threat Insights.
Die Integration der Commvault Threat Scan-Workflows mit Google Threat Intelligence bietet verschiedenste Funktionen, um geschützte Workloads auf Malware zu untersuchen, Bedrohungen zu erkennen und genau zu bestimmen, welche Wiederherstellungspunkte kompromittiert sind. Teams erhalten von Commvault Threat Scan verwertbare Kontextinformationen zu entdeckten Bedrohungen in ihrer Umgebung, was die weitere Analyse und Behebung erleichtert.

Abb. 1: Die neuen Scan-Funktionen erfassen Datei-Hashes direkt während des Backup-Vorgangs im Inline-Verfahren (Bildquelle: Commvault).
Neue Scan-Funktionen für Datei-Hashes
Commvault führt neue Scan-Funktionen ein, die Datei-Hashes mittels Inline-Verfahren direkt während des Backup-Vorgangs erfassen. Datei-Hashes fungieren wie individuelle Fingerabdrücke. Sie ermöglichen es, Wiederherstellungspunkte schnell mit Bedrohungsindikatoren abzugleichen und so saubere Dateien für die Wiederherstellung zu identifizieren.
Mit den Inline-Überprüfungsfunktionen lassen sich laut Entwickler Backups auf Basis frischer Bedrohungsinformationen validieren und dann gezielt weitere tiefergehende Analysen starten, um beispielsweise nach Malware oder Verschlüsselungselementen zu suchen oder forensische Untersuchungen zu beginnen.
Als mehrstufiger Ansatz unterstützt er Organisationen dabei, Entscheidungen zur Wiederherstellung zu beschleunigen und gleichzeitig die Integrität der wiederhergestellten Daten zu klären.
Die neuen Bedrohungsdaten und Scan-Features stärken die Commvault Synthetic Recovery-Funktion. Diese nutzt einen KI-gestützten Prozess, um Bedrohungen automatisch zu erkennen und während der Wiederherstellung gezielt zu entfernen, während „saubere“ Daten intakt bleiben. Kunden sollen laut dem Anbieter so eine bestmögliche sowie vollständige Wiederherstellung realisieren können.
Die Ankündigung baut auf der laufenden Zusammenarbeit von Commvault mit Google Cloud auf. Dazu gehören u.a. erweiterte Funktionen für mehr Cyber-Resilienz von Google-Cloud-Umgebungen auf Basis von Clumio sowie die Unterstützung für Google-Cloud-Workloads.
Zur Verfügbarkeit: Die Integration von Google Threat Intelligence, die Funktionen für Inline-Scanning sowie die entsprechenden Erweiterungen für Threat Scan werden laut Anbieter voraussichtlich in den kommenden Monaten verfügbar sein.
Querverweis:
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