Erweiterung von Storagekapazitäten innerhalb von bestehenden Umgebungen in Kundenrechenzentren. Ungenutzte SSD-Kapazitäten erschließen, ohne auf neue sowie teure Hardware-Zuteilungen länger warten zu müssen…
Hintergrund
KI-Projekte skalieren häufiger vom Trainingsstatus in Richtung Inferenzanwendung mit höherem Datenvolumen. Dabei verfolgen Verantwortliche Ansätze, die Inferenzergebnisse zu speichern und wiederzuverwenden, einschließlich der Zwischenspeicherung von sog. Schlüsselwerten (Key Values). Das wiederum verstärkt die Nachfrage nach schnellen Speichermedien und macht die Maximierung der effektiven Speicherkapazität bestehender Flash-Speicher interessant
VAST Data hat am 27. Jan. 2026 dazu jetzt sein neues Programm zur Optimierung von Speicherkapazitäten unter der Bezeichnung "VAST Amplify“ vorgestellt. Um branchenweite Lieferengpässe zu adressieren, soll die neue Initiative (Zitat) helfen, "die effektive Flash-Speicherkapazität für Kunden um ein Vielfaches zu steigern; laut Entwickler bis zur sechsfachen effektiven Kapazität und mehr."
Details zum Programm
Speicherbeschaffung und -zuteilung kann in der Praxis je nach Verfügbarkeit von Ressourcen zum Flaschenhals werden. Angesichts dieser Situation will VAST Amplify Kunden einen strukturierten Weg aufzeigen, um ungenutzte Flash-Speicherkapazitäten zu ermitteln sowie vorhandene Hardware zu qualifizieren bzw. wieder zuverwenden.
Kapazitäten werden im Rahmen der einheitlichen Disaggregated Shared Everything (DASE)-Architektur vom VAST AI Operating System konsolidiert. Im Ergebnis soll sich nach vorliegenden Angaben damit die effektive Kapazität - abhängig von den Eigenschaften der genutzten Workloads und Umgebung - bis um den Faktor 6 steigern lassen.
Teils unsichere Lieferfähigkeiten können die Verlässlichkeit bei der Kapazitätsplanung weiter einschränken. Als Folge davon fördert der Mangel an SSD-Storage dann Ineffizienzen in der Architektur moderner Datenplattformen zu Tage: Dazu zählen u.a. replikationslastige Datensicherungsmodelle, fragmentierte Datenstacks oder Ansätze zur Perfomanceoptimierung, die einseitig auf die Überprovisionierung von Flash-Speichern setzen.
VAST Amplify macht den installierten Flash-Speicher in einem einheitlichen Pool global zugänglich, um die nutzbare Speicherkapazität zu erhöhen und gleichzeitig die von KI- und Analytics-Workloads generierte Nachfrage zu adressieren. Unternehmen müssen damitnicht den Beginn des nächsten Beschaffungszyklus abwarten.
VAST Amplify Leistungsmerkmale (Quelle, Anbieter):
„Estate Intelligence – VAST analysiert die Umgebung, um ungenutzte SSD-Kapazitäten, durch Silos bedingte Fragmentierungen und architekturbedingte suboptimale Auslastungsgrade zu identifizieren, die eine effektive Nutzung der vorhandenen Kapazitäten behindern.
Schnelle Plattform-Qualifizierung – VAST beschleunigt die Qualifizierung bestehender Server- und SSD-Konfigurationen. Kunden können bestehende Flash-Speicher wiederverwenden und mit einer klaren Methode in Produktion bringen. Das reduziert ihre Abhängigkeit von neuen Zuteilungen und langen Bestellzeiten.
Zurückgewinnung und Bündelung von Kapazitäten – Kunden können bestehende SSD-Investitionen weiterverwenden und in einer einheitlichen VAST-Umgebung konsolidieren. Die Speicherkapazität ist dadurch weltweit verfügbar, lässt sich dynamisch zuweisen und ist nicht länger durch Servergrenzen und veraltete Designs beschränkt.
Datenbeständigkeit auf Plattformebene – Daten werden mittels hocheffizienten Erasure-Codings statt replikationslastiger Ansätze auf Plattformebene durchgängig geschützt. Das steigert die nutzbare Speicherkapazität und sorgt für skalierbare Resilienz.
Globale ähnlichkeitsbasierte Datenreduktion – Die Datenreduktion erfolgt kontinuierlich und global im gesamten Namensraum. Redundante Muster werden dadurch überall beseitigt (nicht nur innerhalb einzelner Laufwerke). Das ermöglicht eine substanziell höhere effektive Speicherkapazität auf Basis eines unveränderten Bestands an Flashspeichern.
SCM-optimierte Schreibarchitektur – Zufällige und stoßweise Schreibvorgänge werden im Storage Class Memory (SCM) abgefedert und von dort effizient in größeren Segmenten sequenziell auf SSDs geschrieben. Das reduziert das Phänomen der Vervielfachung von Schreibvorgängen, verbessert die Haltbarkeit der Speichermedien, hält die Latenzen niedrig und die Leistung hoch, ohne dass dafür eine Überprovisionierung von Flashspeichern nötig ist.
Mehr nutzbare Kapazität pro SSD – Durch die Kombination von Datenbeständigkeit auf Plattformebene, globaler Datenreduktion und SCM-basierter Schreibeffizienz kann VAST Amplify eine bis zu sechs Mal höhere effektive Kapazität oder sogar mehr aus bestehenden SSD-Investitionen bereitstellen, je nach Workload und Umgebung.“

Bildquelle: VAST Data
Anwendungsbeispiele (Auszug / Quelle, Anbieter):
- "Ein Hersteller von Elektrofahrzeugen erreicht eine Datenreduktion im Verhältnis von 2,8 zu 1, kombiniert mit einer um den Faktor 2,91 höheren Effizienz gegenüber redundanter Datenreplikation – und erzielt eine fast um den Faktor 8 gesteigerte nutzbare Kapazität für Data-Lake- und KI-Workloads.
- Ein Anbieter autonomer Fahrzeuge erzielt eine Datenreduktion bei KI-Trainingsdaten im Verhältnis von 5,5 zu 1.
- Ein Wireless-Telekommunikationsunternehmen speichert vorkomprimierte ORC-Daten und erreicht allein durch Eliminierung der redundanten Datenreplikation für Datenanalysen immer noch eine Netto-Kapazitätsverbesserung um den Faktor 4,28".
Querverweis:
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