Komplettplattform für Agentic AI. Ökosystem mit Infrastruktur-, Cloud- und Serviceprovidern für mehr Wahl- und Kontrollmöglichkeiten. Neue Services für KI-Infrastrukturen, Unified Storage und modernisierte Datendienste…
Hintergrund
Zur Herausforderung: KI-Workloads wachsen weiter, Cloud-Umgebungen werden komplexer und aktuelle Lieferengpässe bei der Hardware führen zu einem erhöhten Bedarf an flexibleren Infrastruktur-Plattformen. Bei der Modernisierung der Infrastruktur prüfen Unternehmen vermehrt, ob ihre bisherigen langjährigen Virtualisierungsplattformen noch die Flexibilität, Leistung und Kostenplanbarkeit liefern, die sie für virtuelle Maschinen, Container und KI-Workloads benötigen. Gesucht sind Erweiterungen und künftige Optionen zur Modernisierung von VMs & Containern auf Basis bestehender Server- und Storage-Investitionen, die zudem bei der Bewältigung von Hardware-Lieferengpässen helfen.
Ankündigungsübersicht
Nutanix hat am 8. April dazu jetzt verschiedene Erweiterungen für seine Nutanix Cloud Platform (NCP) vorgestellt. Mit NCP sollen Betriebe von einer größeren Auswahl an Hardwareanbietern, Hyperscalern, Neoclouds und Serviceprovidern profitieren können. NCP will Unternehmen dabei unterstützen, virtualisierte und KI-Workloads umgebungsunabhängig zu betreiben, sowie langfristig zwischen den entsprechenden Plattformen wählen zu können. Die Full-Stack-Fähigkeiten von NCP werden gemäß der Ankündigung kontinuierlich erweitert. Aktuell um neue Services für KI-Infrastrukturen, Unified Storage und moderne Datendienste.
Zu den Aktualisierungen (Quelle, Nutanix):
Nutanix Agentic AI Full-Stack-Plattform
Die Lösung wurde auf der NVIDIA GTC 2026 angekündigt und ist laut Entwickler gerade als Early-Access-Version erhältlich. Die vollständige Lösung soll nach vorliegenden Angaben in der zweiten Jahreshälfte 2026 erhältlich sein und eine „sichere sowie hochleistungsfähige Virtualisierungsbasis für KI-Infrastrukturen enthalten.“
Zudem ist geplant, Compute, Storage, Networking und Kubernetes-Services integriert zur Verfügung zu stellen, um Bereitstellung und Betrieb zu vereinfachen. Zusammengenommen wird es danach das Angebot ermöglichen, "moderne Anwendungen und KI-Workloads effizienter als bisher in Hybrid- und Multicloud-Umgebungen zu betreiben."
NKP Metal als Early-Access-Version
NKP Metal erweitert die Lösung Nutanix Kubernetes Platform (NKP) um die Unterstützung von Kubernetes-Bereitstellungen direkt auf Bare-Metal-Infrastrukturen. Sie kann Edge-Umgebungen und KI-Trainings-Workloads, die auf Infrastrukturen mit hoher GPU-Dichte angewiesen sind, die notwendige Leistung liefern und ist laut Anbieter ab sofort verfürgbar.
Nutanix Unified Storage (NUS) Version 5.3
Version 5.3 soll die Transformation von Objektspeichern in eine performante Storage-Schicht vorantreiben, so wie sie für KI-Fabriken erforderlich ist. Neue Smart-Tiering-Funktionen ermöglichen es, Daten in die Google Cloud und OVHcloud S3 zu verschieben. Gleichzeitig fügt die Version Multimandanten-Funktionalitäten für Objektskalierung und -quoten hinzu, um auch große Data Lakes für KI zu unterstützen. NUS v.5.3 ist ab sofort erhältlich.
Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 soll NUS dann auch einen beschleunigten Remote Direct Memory Access (RDMA) für S3-kompatible Objektspeicher bereitstellen können, um den Durchsatz für großvolumige KI-Trainingsdaten und datenintensive Pipelines massiv zu erhöhen.

Abb.: Nutanix Data Lens (Bildquelle: Nutanix).
Nutanix Data Lens 2.0 Aktualisierung
Die Lösung kann vollständig on-premise einschließlich von Air-gapped-Umgebungen betrieben werden. Das Release stattet Dark-Site- und souveräne Bereitstellungen - für die SaaS-basierte Datensicherheit nicht in Frage kommt- mit Funktionen für Ransomware Analytics, Data-Audit und -Governance in verteilten Storage-Umgebungen aus. V.2.0 ist ab sofort verfügbar.
Nutanix- und MongoDB-zertifizierte Integration
Die Integration zwischen Nutanix Database Service und MongoDB Ops Manager folgt MongoDBs Backup-Integrationsmodell für Drittanbieter und ist ab sofort allgemein erhältlich. Nutanix und MongoDB arbeiten nach vorliegenden Angaben gemeinsam daran, den Betrieb von Enterprise-Datenbanken durch automatisiertes Provisioning und Lebenszyklusmanagement in Infrastruktur- und Datenbankumgebungen zu vereinfachen.
Globales Nutanix-Ökosystem von Cloud- und KI-Infrastrukturanbietern
Nutanix Service Provider Central (SP Central) - aktuell als Early-Access-Version erhältlich - baut auf Nutanix Agentic AI auf und bietet verbesserte Multimandantenfähigkeiten für Serviceprovider unter Nutanix-Partnern. Ziel ist es, dauerhaft für eine sichere, logische Trennung von Mandanten zu sorgen, die sich eine gemeinsame Infrastruktur teilen. SP Central soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 allgemein erhältlich sein und Serviceprovider können dann skalierbare gehostete Infrastrukturen sowie Cloud-native und KI-Services anbieten.
Erweiterung des Infrastruktur-Ökosystems (Partnerangebote):
Bereitstellungsarchitekturen auf Basis einer großen Auswahl an Server- und Storage-Hardware für ein möglichst breites Workload-Spektrum. Nutanix setzt dazu verstärkt auf Integrationslösungen. Im einzelnen:
"Appliance Foundation Central: Vereinfachte Bereitstellung von Nutanix Cloud Infrastructure und des AHV-Hypervisors auf Unternehmensservern von Cisco, Dell, Fujitsu, HPE und Lenovo sowie auf der NX Platform.
Dell: Nutanix unterstützt synchrones Disaster Recovery für Dell PowerFlex.
Everpure: Nutanix hat seine Integration mit Everpure (Anmerkung: ex- Pure Storage) verbessert und unterstützt jetzt neben //x und //xl FlashArrays auch die neue //c FlashArray-Plattform. Neu dabei sind auch die Fähigkeiten für synchrones Disaster Recovery."
Im Laufe des Jahres sollen dann noch weitere Funktionalitäten folgen:
"AMD: Nutanix erweitert sein Server-Portfolio um AMD CPUs, um die Anforderungen verschiedenster Anwendungen zu erfüllen. Zusätzlich plant Nutanix die Unterstützung für AMD GPU-beschleunigte Compute-Server, die speziell für KI-Workloads gedacht sind, um mehr Auswahlmöglichkeiten zu bieten.
Cisco: Nutanix baut die Zusammenarbeit mit Cisco aus und integriert Nutanix-Lösungen mit Cisco Unified Edge, Cisco Secure AI Factory und Cisco AI Pod. Die Integration mit der konvergenten FlexPod-Infrastruktur mit Compute und Networking von Cisco, Storage von NetApp und Software von Nutanix soll im Laufe des Jahres folgen.
Dell: Nutanix plant die Unterstützung für Dell PowerStore, die aktuell als Early-Access-Version erhältlich ist, zusammen mit verbesserter Automatisierung für Dell Private Cloud allgemein verfügbar zu machen. Darüber hinaus wird Nutanix Dell PowerFlex Ultra5-Umgebungen unterstützen.
Lenovo: Nutanix erweitert seine Zusammenarbeit mit Lenovo um einen Full-Stack-Ansatz, der die Unterstützung für Lenovo ThinkSystem Storage, Lenovo ThinkSystem Server und XC One-Automatisierung umfassen wird.
NetApp: Nutanix plant im Laufe des Jahres die Unterstützung für NetApp ONTAP und erweitert damit die Unterstützung für externen Storage um die NetApp AFF All-Flash-Serie und ausgewählte FAS Hybrid-Flash-Systeme.
NCP ermöglicht ab sofort Zero-Copy-Migrationen von VMware vSphere Virtual Volumes auf AHV vDisks. Workloads sollen damit nahezu sofort, im selben System und ohne Datenduplikation, konvertiert werden können. Ziel: Migrationszeiten verkürzen und Infrastrukturkosten sowie Betriebsunterbrechungen minimieren."
Souveräne Kontrolle für Hybride Multicloud Umgebungen
Die Erweiterungen in Nutanix Cloud Clusters (NC2) werden zusätzliche Bereitstellungsoptionen unterstützen. Dazu zählen sichere Cloud-Regionen für Behörden-/Regierungen wie zum Beispiel AWS GovCloud – diese Option ist ab sofort allgemein verfügbar – und noch im Laufe diesen Jahres die AWS European Sovereign Cloud.
In der zweiten Jahreshälfte 2026 ist laut Anbieter auch die Unterstützung für Hyperdisk und C3-Bare-Metal-Instanzen in NC2 auf Google Cloud vorgesehen. Damit kann Storage unabhängig von Rechenressourcen skaliert und Bare-Metal-Instanzen genutzt werden, die über keinen lokalen Storage verfügen.
Einheitliches Cloud-Management zum Aufbau, Betrieb und Governance verteilter Enterprise-Clouds
Unternehmen sind vermehrt darauf angewiesen, große Sites und verteilte Landschaften, einschließlich isolierter Hochsicherheitsumgebungen, auf konsistente Weise aufzubauen, zu betreiben und Governance-Prüfungen zu unterziehen.
Nutanix Cloud Manager (NCM) Version 2.0: NCM ist dazu jetzt allgemein erhältlich und baut laut Entwickler auf einer neuen Architektur auf, um im Prinzip beliebig große Cluster in multiplen Prism Central (PC)-Instanzen zu verwalten.
NCM 2.0 bietet Multisite- und Multidomain-Management zur Vereinheitlichung großer Bereitstellungen. Anstatt mit fragmentierten Konsolen und Skripten zu arbeiten, können Teams damit Bestandspflege, Alarme, Playbooks, Berichte, Kapazitätsplanung und „Was-wäre-wenn“-Analysen zentralisieren.
NCM 2.0 als Teil der überarbeiteten Plattformarchitektur liefert On-Premises-Funktionalitäten für Cost Governance. AIOps, Self-Service und Cost Governance sollen laut Entwickler so mit einer durchgängigen Anwendererfahrung möglich werden. Cost Governance steht in der zentralen NCM-Konsole bereit und erlaubt es, Metering, Showback und Budgets nachzuvollziehen und Informationen zu Kosten der eigenen Infrastruktur zu erhalten.
Querverweis:
Unser Blogpost > Ethernet für KI-Storage und IT-Infrastruktur-Herausforderungen aus Speichernetzwerk-Sicht
Unser Beitrag > Fraunhofer IPMS entwickelt 10G TSN‑Endpoint IP-Core für deterministische High-Performance-Ethernet-Netze
Unser Beitrag > Die Migration von Hypervisor-Systemen und daraus resultierende Risiken für Backup- und Disaster Recovery