Modernisierung und Hybrid-Cloud-Integration als Kern der Strategie. Mit HashiCorp Vault und IBM Storage die Standards zur Verwaltung, Verschlüsselung und Speicherung sensibler Bank- und Kundendaten erfüllen…
Hintergrund
Die Atruvia AG, der Digitalisierungspartner der genossenschaftlichen FinanzGruppe, und IBM haben am 19. Nov. 2025 offiziell ihre langfristige Zusammenarbeit besiegelt, die den Weg für nachhaltige und hochmoderne IT-Plattformen für das Banking von morgen ebnen soll. Atruvia wird die IBM z17, Anfang des Jahres angekündigt, als Eckpfeiler zur Unterstützung ihrer geschäftskritischen Bankgeschäfte, einschließlich des Kernbankensystems, verwenden.
Modernisierung und Hybrid-Cloud-Integration sind laut dem Unternehmen der Kern der Strategie von Atruvia, um ihren Nutzern führende Services bieten zu können. Diese Mission wird mit Hilfe des Softwareportfolios und der Schlüsselinfrastruktur von IBM unterstützt, die zur Förderung der Automatisierung, des Datenmanagements und der betrieblichen Effizienz eingesetzt werden können.
Operative Autonomie
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht laut Anbieter die Erfüllung des Bedarfs von Atruvia an Kontrolle und technologischer Interoperabilität – Kernelemente der strategischen Ausrichtung:
"Daten und Sicherheit: Mit HashiCorp Vault und IBM Storage Lösungen plant Atruvia für hohe Standards bei der sicheren Verwaltung, Verschlüsselung und Speicherung sensibler Bank- und Kundendaten zu sorgen– stets kontrolliert in den eigenen Rechenzentren.
Infrastruktur: Durch den Einsatz von IBM z17 in ihren Rechenzentren bietet Atruvia Banken die Kontrolle über geschäftskritische Systeme – unterstützt durch moderne Sicherheitsfunktionen wie vertrauliches Computing und quantensichere Verschlüsselung sowie integrierte KI-Beschleunigung und fortschrittliche Automatisierung.
Cloud: Mit Red Hat OpenShift als Basis für Hybrid-Cloud-Szenarien plant Atruvia für Flexibilität und Unabhängigkeit von einzelnen Cloud-Anbietern. IBM bietet Lösungen wie Cognos für das Reporting der Banken und Planning Analytics für das Sales Cockpit auf OpenShift an. Darüber soll IBM es Atruvia-Entwicklern ermöglichen, eigene Software zu entwerfen und sowohl im Rechenzentrum als auch in der Private und Public Cloud souverän zu betreiben – immer auf Basis offener Standards.
Herstellerunabhängigkeit: Mit IBM Turbonomic werden technologische Abhängigkeiten reduziert, indem Workloads intelligent optimiert und dynamisch verteilt werden. Gleichzeitig soll Apptio für mehr Kostentransparenz sorgen und ordnet Abhängigkeiten in Bezug auf die Wertschöpfung den Herstellern zu.
Innovation: Durch den Zugang zu den Forschungs- und Entwicklungsstandorten von IBM in Deutschland und der Schweiz erhält Atruvia direkten Zugang zu neuester Technologie mit einem klaren regulatorischen Rahmen. Dies soll es Atruvia ermöglichen, Innovationen frühzeitig zu nutzen, aktiv mitzugestalten und gleichzeitig die Compliance vor Ort zu bieten.
Nachhaltigkeit und Effizienz: IBM Z wurde laut Anbieter entwickelt, um den Stromverbrauch und den Energiebedarf im Betrieb zu senken und gleichzeitig Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit auf Unternehmensniveau liefern zu können. Darüber hinaus sind IBM Turbonomic, Apptio und HashiCorp Terraform laut Anbieter so konzipiert, dass sie eine möglichst optimale Nutzung von Anwendungen und Infrastrukturressourcen sicherstellen. Bei Atruvia wurden nach vorliegenden Angaben durch den Einsatz von IBM Turbonomic in den letzten 18 Monaten 1.000 physische Server – das entspricht 20 Prozent – nicht mehr benötigt, was den Energieverbrauch und damit verbundenen CO2-Fußabdruck reduziert.
Zusammenarbeit mit langfristiger Perspektive: Mit der mehrjährigen Vereinbarung schaffen Atruvia und IBM einen (Zitat) "stabilen Rahmen für Planungssicherheit und neue Anwendungsmöglichkeiten für Innovationen – von der Anwendungsmodernisierung über die Automatisierung bis hin zu KI-gestützten Services."

Bildquelle: IBM
Kommentarauszug Daniela Bücker, Mitglied des Vorstands von Atruvia: „Wir sind Digitalisierungspartner in der genossenschaftlichen Finanzgruppe und tragen damit eine besondere Verantwortung für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Innovationsfähigkeit. Die Zusammenarbeit mit IBM ermöglicht es uns, in allen Dimensionen der Souveränität zukunftsfähig aufgestellt zu sein: Von Daten über Infrastruktur bis hin zu Cloud, Hersteller- und Innovations-Souveränität. Alle Beteiligten profitieren von der langen Vertragslaufzeit.“
(1) Die Atruvia AG ist der Digitalisierungspartner der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Die speziell auf Banken zugeschnittenen IT-Lösungen und Dienstleistungen reichen vom Rechenzentrumsbetrieb über das Atruvia Bankverfahren bis hin zur App-Entwicklung. Zum Kundenstamm von Atruvia gehören rund 670 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland, die Unternehmen der genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie zahlreiche Privatbanken und Unternehmen aus anderen Branchen, darunter auch der ADAC.
Querverweis:
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